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Ackermann: Weiter von Bistumsreform überzeugt

Durch die römische Intervention trete man zum neuen Jahr in eine Phase der Ungewissheiten ein, die neue Herausforderungen mit sich bringe, so der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Gleichzeitig räumt er ein, dass es bisher nicht gelungen sei, alle Menschen mitzunehmen.
Trier:  Bischof Stephan Ackermann  verfolgt die Protestkundgebung
Foto: Harald Tittel (dpa) | Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (r) verfolgt die Protestkundgebung der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" gegen die geplante Reform im Bistum Trier.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist nach wie vor der Überzeugung, dass die geplante Reform der Pfarreistrukturen im Bistum Trier „ein guter Weg in die Zukunft“ ist. Der Auftrag der Synode, sich „als Christinnen und Christen einzubringen, um als diakonische und missionarische Kirche das Evangelium in unserer Welt neu zum Leuchten zu bringen“, stehe nicht in Frage. Ackermann äußerte sich in einem Brief an die Gläubigen in seinem Bistum, der am ersten Adventssonntag in den Gottesdiensten verlesen wurde.

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Seelsorge vor Ort in verlässlicher Weise gewährleisten

Nach einer Entscheidung der vatikanischen Kleruskongregation hatte der Generalvikar des Bistums, Ulrich Plettenberg, erklärt, dass man von der geplanten Errichtung von neuen Pfarreien und Kirchengemeinden zum 1. Januar 2020 absehen werde. Die Kleruskongregation hatte das Umsetzungsgesetz zuvor ausgesetzt, um es vom Päpstlichen Rat für die Gesetzestext prüfen zu lassen. Interveniert hatte der Vatikan nach Beschwerden einer Gruppe von Priestern und mehrerer Katholiken aus dem Bistum.

Gleichzeitig betonte Ackermann, durch die römische Entscheidung zum neuen Jahr in eine Phase der Ungewissheiten einzutreten, die neue Herausforderungen mit sich bringe. Es gelte nun, gute Rahmenbedingungen für all diejenigen zu schaffen, die als Haupt- und Ehrenamtliche direkt und persönlich von der Aussetzung des Gesetzes betroffen seien. „Wir werden uns von Seiten des Bistums bemühen, gute Lösungen für die jetzt eingetretene Situation zu finden, damit die konkrete Seelsorge vor Ort in verlässlicher Weise gewährleistet bleibt“, versprach Bischof Ackermann.

Bisher nicht gelungen, die Sorgen zu zerstreuen

Ihm sei bewusst, so Ackermann, dass es auch Menschen gebe, die sich im Prozess der Bistumsreform nicht mitgenommen fühlten und mit Sorgen und Vorbehalten auf die Entwicklungen im Bistum Trier blickten. „Sie befürchten, dass in den großen Pfarreien der Zukunft, die Nähe zu den Hauptamtlichen in der Seelsorge verloren geht und das pfarrliche Leben ausstirbt.“ Man müsse ehrlich feststellen, dass es bisher nicht gelungen sei, diese Sorgen zu zerstreuen und alle Menschen mitzunehmen.

Dass sich die Gruppe von Priestern wie auch Vertreter der „Initiative Kirchengemeinde vor Ort“ in zwei Beschwerden gegen die geplante Pfarreienreform an Rom gewandt hätten, sei rechtmäßig, so Bischof Ackermann. Von Seiten des Bistums habe man auch aktiv auf diese Möglichkeit hingewiesen. „Dies dient einem ordentlichen Verfahren und hilft auch dabei, eine größere Rechtssicherheit zu gewinnen.“

 Die Bistumsreform zielte darauf ab, die derzeit 887 kleinen Pfarreien, die bereits 172 Gemeinschaften bilden, zu 35 Großpfarreien zusammenzulegen. Die ersten 15 dieser „Pfarreien der Zukunft“ sollten im Januar starten, die weiteren 20 sollten ein Jahr später folgen.

DT/mlu

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