Der fröhliche Heilige Franz von Assisi fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Im Oktober jährt sich sein Todestag zum achthundertsten Mal. Seine radikale Entscheidung für das Evangelium, seine Botschaft des Friedens und der Mitmenschlichkeit, sein tiefer Respekt vor der Umwelt überzeugt. Doch das franziskanische Erbe birgt noch eine weniger bekannte Revolution, nämlich eine wirtschaftliche. Ab dem 13. Jahrhundert stieß die franziskanische Bewegung ein völlig neues Nachdenken über Marktaktivitäten und Finanzwesen an. Die ökonomischen Debatten jener Zeit fanden verstreut in den verschiedensten Schriftstücken statt, in theologischen Summae, in Beichthandbüchern, Predigten, Bibelkommentaren und Rechtsquellen.
Wenn Armut produktiv wird
Wie die Franziskaner die Wirtschaftsethik im Mittelalter prägten: Neue Reihe: „Die soziale Revolution des Poverello“ – Teil 1.
