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Ostern findet statt

Es hagelt berechtigte Kritik an der Bitte, Ostern kein Päsenzgottesdienste anzubieten. Die Bischöfe sollten nun unbedingt standhaft bleiben. Erste Erklärungen aus Kirchenkreisen stimmen hoffnungsvoll.
Osterlicht
Foto: ULMER Pressebildagentur via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Osterlicht in der Osternacht. Ostern sollte es unbedingt Gottesdienste in Anwesenheit von Gläubigen geben.

Eine solche Überraschung braucht niemand. Am gestrigen sehr frühen Morgen zauberte die Ministerpräsidentenkonferenz für alle völlig überraschend eine „Bitte“ aus dem Hut: Ostergottesdienste sollen nicht als Präsenzgottesdienste sondern nur virtuell stattfinden. Überrascht zeigte sich auch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, wie die Pressesprecher am frühen Morgen via Twitter bekannt gab.

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Berechtigte Empörung

Das empörte Echo ließ nicht lange auf sich warten. In Deutschland garantiert die Verfassung die freie Ausübung der Religion. Schon von daher verbietet sich jeder Übergriff dieser Art. Selbst der Bundesinnenminister distanzierte sich von dieser Bitte, indem er betonte, sein Haus habe diesen Vorschlag nicht gemacht. Zudem waren die deutschen Bistümer in der Pandemie Musterknaben der Hygiene und Nachverfolgungsdatenaufzeichnung. Nirgendwo war ein Infektionsgeschehen auf einen Gottesdienst zurückzuführen. Immer wieder hatten die Maßnahmen der vergangenen Monate - nicht nur die gegen die Kirche - einen Hauch verzweifelt daher kommender Willkür. Es ist nicht einzusehen, dass ohne nachvollziehbaren Grund die Gläubigen die Leidtragenden für das Politikversagen in Gestalt einer gescheiterte Infektionsverfolgungs-, Test- und Impfstrategie werden sollen.

Es geht auch um Glaubwürdigkeit

Alle Bischöfe, die schon jetzt deutlich ihre Absicht erklärt haben, dass es an Ostern öffentliche Gottesdienste in Gegenwart von Gläubigen geben wird, kann man nur unterstützen. Es sollte unbedingt dabei bleiben. Natürlich kann es, wie unter anderem in Nordrhein- Westfalen vorgesehen, Gespräche zwischen Katholischem Büro und Landesregierung geben. Miteinander zu reden ist wichtig. Diese Gesprächen haben auf Augenhöhe unter Partnern stattzufinden. Die Gläubigen und die Hirten sind keine Befehlsempfänger der Landesherren. Grundrechte sind keine Gnadenakte. Ein Einknicken der Bischöfe ist nicht vorstellbar. Es wäre eine Katastrophe besonders in einer Zeit, in der die Kirche an vielen Stellen um Glaubwürdigkeit ringt. 

Erfolg der Proteste

Wie heftig die Proteste in der Politik wahrgenommen wurden, zeigt sich daran, dass die Bundeskanzlerin in einer Pressekonferenz bekanntgab, dass die Osterruhe komplett zurückgenommen werde. Merkel entschuldigte sich bei den Menschen und übernahm die alleinige Verantwortung für den Fehler. Es steht zu hoffen, dass es auch noch eine Entschuldigungsbitte gegenüber den Christen geben wird. 

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Peter Winnemöller Bischof Deutsche Bischofskonferenz Kirchenkreise Ostern

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