Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Mainz

Nuntius betont Bedeutung der Evangelisierung

Zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wendet sich der Apostolische Nuntius Nikola Eterovic an die Bischöfe – und zitiert auch aus dem nachsynodalen Papstschreiben.
Apostolischer Nuntius Eterovic
Foto: Michael Kappeler (dpa) | Die Reflexionen des Heiligen Vaters in „Querida Amazonia“ riefen auch die Botschaft des Briefes an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland in Erinnerung, so Nuntius Eterovic, hier im Bild beim Gedenken zum 80.

In seinem Grußwort an die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz betont der Apostolische Nuntius in Deutschland, Nikola Eterovic, erneut die Bedeutung der Evangelisierung. Unter der Überschrift „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung“ (Mk 16,15) wendet sich der Erzbischof an die in Mainz versammelten deutschen Bischöfe.

Lesen Sie auch:

Nuntius betont Bedeutung des Papstschreibens

Unter Berufung auf das Nachsynodale Apostolische Schreiben „Querida Amazonia“, in welchem dieses Schriftzitat ebenfalls vorkommt, betont der Nuntius die regionale Bedeutung des Schreibens, das sich aber auch an die universale Kirche richte. Darin lese man, legt der Vertreter des Heiligen Stuhls in Deutschland dar, welche Bedeutung Papst Franziskus der Inkulturation zumisst. Der Papst sieht darin allerdings keinen Gegensatz zur Evangelisierung, betont Eterovic.

Der Evangelisierung wird der Vorrang eingeräumt. „Als Christen verzichten wir nicht auf die Option des Glaubens, die wir aus dem Evangelium empfangen haben. Obwohl wir uns gemeinsam mit allen engagieren wollen, schämen wir uns nicht für Jesus Christus“, zitiert Eterovic den Heiligen Vater.
Die Reflexionen des Heiligen Vaters in „Querida Amazonia“, so leitet der Nuntius in seinem vierseitigen Grußwort auf die Situation der Kirche in Deutschland über, riefen auch die Botschaft des Briefes an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland in Erinnerung. Evangelisieren, ruft er ein Zitat aus jenem Brief in Erinnerung, bilde die eigentliche und wesentliche Sendung der Kirche.

Es sei unser Auftrag, so schließt das Wort des Nuntius an die Bischöfe, unser Auftrag, diese Gute Nachricht den Nahen und den Fernen zu verkünden und verweist auf den Missionsauftrag Jesu am Ende des Markusevangeliums.

DT/pwi

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion Erzbischöfe Jesus Christus Markusevangelium Nikola Eterović Nuntius Papst Franziskus Päpstlicher Botschafter

Weitere Artikel

Nikola Eterović ist Ende April als Nuntius ausgeschieden. Er hat sich auch grundsätzlich mit den Möglichkeiten der päpstlichen Diplomatie auseinandergesetzt.
16.05.2026, 19 Uhr
Michael Feldkamp
Unermüdlich warb der Apostolische Nuntius Nikola Eterović für die Einheit mit der Weltkirche. Eine undankbare Aufgabe im synodalen Deutschland, die nun ihr Ende hat.
24.04.2026, 14 Uhr
Franziska Harter
Erzbischof Georg Gänswein wird 70. Hier spricht er über die Aussöhnung mit Papst Franziskus, den schwierigen Neubeginn im Baltikum und seine Pläne für eine Seligsprechung von Benedikt XVI.
29.07.2026, 14 Uhr
Benjamin Leven

Kirche

Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser