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Missbrauch: Zwei von drei Deutschen begrüßen Marx-Stiftung aus Privatvermögen

Der Münchner Kardinal bringt 500.000 Euro aus seinem Privatvermögen in eine Stiftung für Betroffene sexuellen Missbrauchs ein. 64 Prozent der Deutschen begrüßen das, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt. Bei Katholiken liegt die Zustimmung sogar noch höher.
Marx bringt 500.000 Euro aus seinem Privatvermögen in eine Stiftung für Betroffene sexuellen Missbrauchs ein
Foto: Imago Images

64 Prozent der Deutschen finden es gut, dass der Münchner Kardinal Reinhard Marx eine halbe Million Euro seines Privatvermögens für Missbrauchsopfer einbringt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Sieben Prozent stimmen dem nicht zu. 18 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

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73 Prozent der Katholiken begrüßen Marx-Initiative

Marx hatte Anfang Dezember eine Stiftung für Betroffene sexuellen Missbrauchs in der Kirche ins Leben gerufen. Er habe sich entschlossen, dafür „den allergrößten Teil“ seines Privatvermögens aufzuwenden, insgesamt 500.000 Euro, erklärte der Erzbischof von München und Freising. Die Stiftung trägt den Namen „Spes et Salus“ (Hoffnung und Heil). Sie soll laut Satzung einen Beitrag zur „Selbstermächtigung“ der Betroffenen leisten.

Von den katholischen Befragten gaben sogar 73 Prozent an, das Engagement des Kardinals gut zu finden. Nur sechs Prozent der Katholiken sehen dies nicht so, 14 Prozent wissen nicht, wie sie dazu stehen. Unter Protestanten ergibt sich ein ähnliches Bild: 72 Prozent begrüßen, dass Marx eine halbe Million seines Privatvermögens für Missbrauchsopfer einbringt, nur 5 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Freikirchliche Befragte stimmen zu 61 Prozent zu, 8 Prozent sehen das finanzielle Engagement des Kardinals kritisch.

Union-Wähler mit größter Zustimmung

Die Erhebung, für die 2.003 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 11. und 14. Dezember befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Am häufigsten begrüßen Wähler der Union Marx' Engagement (76 Prozent), gefolgt von Anhängern der Grünen (74 Prozent) sowie der Linken und der SPD (jeweils 72 Prozent). Unter FDP-Wählern finden es 63 Prozent gut, dass Kardinal Marx 500.000 Euro seines Privatvermögens für Missbrauchsopfer einbringt, auch von den AfD-Wählern eine absolute Mehrheit von 60 Prozent.

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Ich finde es gut, dass Kardinal Marx 500.000 Euro seines Privatvermögens für Missbrauchsopfer einbringt.“  DT/mlu

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