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Kölner Generalvikar distanziert sich von BDKJ-Kampagne

Sprüche der umstrittenen BDKJ-Kampagne „katholisch + anders als du denkst“ stünden in „krassem Widerspruch“ zu dem, was Katholiken glauben, erklärte der Kölner Generalvikar Markus Hofmann.
BDKJ-Kampagne "Katholischplus"
Foto: BDKJ | Der Kölner Generalvikar Markus Hofmann hat sich von der umstrittenen Image-Kampagne des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln distanziert.

Der Kölner Generalvikar Markus Hofmann hat sich von der umstrittenen Image-Kampagne des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln distanziert. Die Sprüche der Kampagne seien „reine Provokation“, so Hofmann am Donnerstag in einer Erklärung. „Es ist offensichtlich, dass vieles, was da formuliert wurde, in krassem Widerspruch steht zu dem, was wir als Katholiken glauben.“ Daher sehe er „großen Gesprächsbedarf“.

Generalvikar sieht "großen Gesprächsbedarf"

Der BDKJ hatte mit der Reformkampagne „katholisch + anders als du denkst“ in sozialen Medien für Aufmerksamkeit gesorgt und damit heftige Kritik ausgelöst. Die Kampagne warb mit Slogans wie „Katholisch + und sie folgten einem leuchtenden genderstar“, „Bei uns entscheidet die Demokratie und nicht der Papst“ oder „Ausschlafen ist meine Sonntagspflicht“. Norbert Fink, BDKJ-Präses für die Stadt Neuss, hatte die Kampagne scharf kritisiert: „Hier gehts nicht um Geschmäcker, sondern um Häresie.“

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Generalvikar Hofmann erklärte weiter: „Ich finde es gut, wenn junge Katholikinnen und Katholiken nach einer eigenen Sprache für ihren Glauben suchen.“ Auch sollte die Kirche nicht überempfindlich sein, „sondern Verständnis haben für manches, was vielleicht etwas salopp oder leichtfertig formuliert scheint“. Er ermutige alle jungen Leute, die Fragen an ihren Glauben haben, „sich zu Wort zu melden, die Fragen auszusprechen, nach Antworten und auch nach eigenen Ausdrucksformen zu suchen“.

„Will jemand ernsthaft behaupten,
dass der Glaube an Christus mit diesen
Sprüchen besser verständlich, leichter zugänglich wird?“
Markus Hofmann, Generalvikar im Erzbistum Köln

Die Sprüche der BDKJ-Kampagne im Erzbistum Köln dienten jedoch nicht solchen Zielen, meinte Hofmann. „Will jemand ernsthaft behaupten, dass der Glaube an Christus mit diesen Sprüchen besser verständlich, leichter zugänglich wird?“ Er könne dies nicht erkennen. Gleichzeitig ermutigt Hofmann junge Gläubige: „Suchen wir gemeinsam nach neuen Wegen zu Christus! Provokation und Polemik gibt es in der Kirche schon genug.“

Der BDKJ im Erzbistum Köln hatte die Kampagne mit der Begründung verteidigt, man habe zur aktuellen Reformdebatte in der Kirche beitragen und zeigen wollen, dass Jugendliche sich modern und zugleich als Teil der Kirche verstehen. „Wir nehmen uns die Freiheit zu denken und zu fordern, was wir aus unserem christlichen Glauben für richtig halten“, so der BDKJ-Diözesanvorsitzende Volker Andres.

DT/mlu

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