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Gänswein: Benedikt XVI. mit Schmerz über Tod des Bruders

Das erste Weihnachtsfest ohne seinen Bruder Georg habe beim emeritierten Papst für Schmerzen gesorgt, so Kurienerzbischof Gänswein. Und er äußert sich auch zum Gesundheitszustand des Emeritus.
Erzbischof Georg Gänswein und Benedikt
Foto: --- (Bayerischer Rundfunk BR) | Der emeritierte Papst Benedikt XVI. und sein Privatsekretär Georg Gänswein, hier auf einem Bild aus dem Jahr 2019.

Der Tod seines Bruders Georg Ratzinger hat dieses Weihnachten beim emeritierten Papst Benedikt XVI. für Schmerzen gesorgt. Dies teilte Kurienerzbischof Georg Gänswein am Donnerstag im Gespräch mit dem Nachrichtenportal „Vatican News“ mit. „Aber Benedikt hat mir auch gesagt, dass er den Trost des Herrn gespürt hat – in der Gewissheit, dass sein Bruder nun in Seiner Umarmung lebt“, so Gänswein.

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Bruder Georg immer dabei gewesen

Während der Weihnachtszeit sei Benedikts Bruder Georg immer auf gewisse Weise dabei gewesen, so der Kurienerzbischof und Präfekt des Päpstlichen Hauses weiter. „Wir haben zum Beispiel CDs gehört, nicht nur das Weihnachtsoratorium von Bach, sondern auch die Weihnachtskonzerte der Regensburger Domspatzen – der Chor, den Georg Ratzinger dirigierte.“

Der Alltag in Benedikts Residenz in den vatikanischen Gärten habe sich auch während der Coronavirus-Pandemie nicht viel geändert, erklärte Gänswein weiter. Der Tagesrhythmus sei der gleiche, auch wenn Besuche extrem reduziert worden seien. „Benedikt verfolgt die Nachrichten, die es im Fernsehen gibt, und er teilt unsere Sorge angesichts der Pandemie, angesichts dessen, was auf der Welt passiert, der vielen Menschen, die aufgrund des Virus sterben.“ Auch Menschen, die der emeritierte Papst gekannt habe, seien aufgrund einer Covid-19-Infektion gestorben, so Erzbischof Gänswein.

Körperlich geschwächt, geistig extrem klar

Zum Gesundheitszustand des Emeritus äußerte sich Gänswein, der auch dessen Privatsekretär ist, gegenüber „Vatican News“ ebenfalls: Benedikt sei seinem Alter entsprechend geschwächt, aber geistig extrem klar. Der Kurienerzbischof wörtlich: „Körperlich gesehen ist er sehr zerbrechlich, und er kann nur sehr wenig und mit dem Rollator laufen. Auch seine Stimme ist heiser, und er macht mehr Erholungspausen.“

Ungeachtet der Kälte gehe man nach wie vor jeden Nachmittag raus in die Vatikanischen Gärten. Und auch die Heilige Messe feiere man weiterhin täglich, wobei Benedikt im Sitzen konzelebriere. Für das tägliche Gebet habe man vergrößerte Texte ausgedruckt, „damit er das Stundengebet besser verfolgen kann“. Man esse auch weiter gemeinsam, „wie wir es immer getan haben“, Gänswein, der mit „Vatican News“ im Kloster Mater Ecclesiae sprach, nachdem der Emeritus gegen Covid-19 geimpft worden war. DT/mlu

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