Wien

Der Stephansdom bekommt eine Impfstation

Ab August wird im Wiener Stephansdom gegen das Coronavirus geimpft. Kardinal Christoph Schönborn gab grünes Licht für die Aktion.
Der Wiener Stephansdom
Foto: (c) Leopold Nekula/VIENNAERPORT via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Die Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen wurde aufgehoben. Kommt bald ein Schild, dass auf die Impfmöglichkeit im Stephansdom hinweist?

Ab August kann man im Wiener Stephansdom nicht nur beten oder die Messe besuchen, sondern sich auch gegen Corona impfen lassen. Die Impf-Station soll in der Barbara-Kapelle, die sich im Nordturm befindet, eingerichtet werden.

Dompfarrer Toni Faber unterstützt den Vorschlag

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Die Idee kam laut Dompfarrer Toni Faber vom Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Dieser suchte neben der Impfbox am Rathausplatz und einem Impfboot an der Alten Donau nach einem weiteren ausgefallenen Impfort im Zentrum der Stadt. Man wolle mit dem unkonventionellen Standort erreichen, dass das Thema Impfen im Gespräch bleibe, sagte ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats.

Dompfarrer Faber selber hält den Vorschlag laut der Tageszeitung Kurier für „eine tolle Sache“. Und: „Als Religionsgemeinschaft wollen auch wir einen Beitrag zu einer höheren Durchimpfung leisten", sagte der Dompfarrer gegenüber dem Kurier. Faber scheint in dem Projekt eine Win-win-Situation für die Kirche zu erkennen. Durch die Impfstation im Dom könnte „ein neues Klientel" erschlossen werden, meinte Faber zur österreichischen Presseagentur (APA). Der Wiener Erzbischof und Kardinal Christoph Schönborn gab grünes Licht für die Impfstation. Ihm sei aber wichtig, dass der Impfbetrieb nicht die täglichen Messen störe.

Werden auch in weiteren Kirchen Impfstationen eingerichtet?

Zusätzlich ist im Dom ein Bereich für die Registrierung und für einen Aufenthalt nach der Impfung vorgesehen. Eine Voranmeldung für die Impfung wird nicht nötig sein.

Es ist nicht auszuschließen, dass künftig auch in Deutschland Kirchen mit Impfstationen nachziehen werden. Erst gestern forderte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) die katholische Kirche zur Beteiligung an der Impfkampagne gegen das Coronavirus auf. Holetschek schlug der Kirche vor, Räume für die Impfung zur Verfügung zu stellen. Alle gesellschaftlichen Kräfte einschließlich der Kirchen müssten in einem gemeinsamen Kraftakt möglichst viele Menschen bewegen, sich impfen zu lassen, meinte der Gesundheitsminister gegenüber der Münchner Kirchenzeitung. DT/esu

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