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Papst kritisiert Genderideologie

Die Genderideologie lösche die Unterschiede zwischen Mann und Frau und damit die Menschheit aus, so Papst Franziskus.
Papst Franziskus verurteilt Genderideologie
Foto: IMAGO/IPA/ABACA (www.imago-images.de) | Die Existenz eines Menschen in der Welt sei keine bloße Frucht des Zufalls, sondern jeder Mensch sei „Teil eines Plans der Liebe“, sagt Papst Franziskus.

Papst Franziskus hat sich mit kritischen Worten zur Genderideologie geäußert. „Heute ist die größte Gefahr die Geschlechterideologie, die Unterschiede aufhebt“, sagte der Papst am Freitag zu Beginn der zweitägigen Internationalen Konferenz „Mann-Frau-Gottesbild. Für eine Anthropologie der Berufungen“ im Vatikan, zu der sich Wissenschaftler aus verschiedenen Teilen der Welt versammelt haben. Er lobte deren Forschungen und Auseinandersetzung mit dem Thema. Es lohne sich, sich „über die heutigen Herausforderungen, die anhaltende anthropologische Krise und die notwendige Förderung menschlicher und christlicher Berufungen Gedanken zu machen“.

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Der Priester Robert Hugh Benson, Sohn des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, habe diese Tendenz, „alle Unterschiede auszulöschen“, bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in seinem Buch „Der Herr der Welt“ prophezeit, sagte der Papst und fuhr fort: Die „Auslöschung der Unterschiede“ zwischen den Geschlechtern bedeute „die Auslöschung der Menschheit“. Mann und Frau stünden jedoch in Wirklichkeit in einer fruchtbaren „Spannung“, „die wir niemals ersticken dürfen“: Der Mensch sei „zum Glück berufen, zur Fülle des Lebens, zu etwas Großem, wozu Gott uns bestimmt hat“. 

Jeder ist Teil eines Plans der Liebe

Die Existenz eines Menschen in der Welt sei keine bloße Frucht des Zufalls, sondern jeder Mensch sei „Teil eines Plans der Liebe“, und jeder sei eingeladen, aus sich selbst herauszukommen und diesen Plan wahr werden zu lassen, „für uns selbst und für andere“, so der Papst. Das Leben des Menschen sei eine Berufung. Diese zu entdecken, führe „aus der Isolation eines selbstreferenziellen Egos“ heraus und lasse sich selbst „als eine Identität in Beziehung betrachten“.

Heute neige der Mensch dazu, sich selbst und andere allein auf materielle oder primäre Bedürfnisse zu reduzieren, „als wäre er ein Objekt ohne Bewusstsein und ohne Willen, das einfach vom Leben als Teil davon mitgerissen wird ein mechanisches Getriebe“, bemängelte der Papst. 

Stattdessen habe Gott Mann und Frau als sein Ebenbild geschaffen; „sie tragen in sich den Wunsch nach Ewigkeit und Glück, den Gott selbst in ihre Herzen gesät hat, und den sie durch eine bestimmte Berufung verwirklichen sollen. Wir sind zum Glück berufen, zur Fülle des Lebens, zu etwas Großem, wozu Gott uns bestimmt hat. "

Jeder Einzelne hat eine Mission

Entsprechend sei jeder Mensch aufgerufen, seinen Beitrag zur Verbesserung der Welt und zur Gestaltung der Gesellschaft zu leisten. „Jeder einzelne von uns ist eine Mission“, appellierte der Papst an die Versammelten: „Niemand ist nutzlos und unbedeutend für die Liebe Gottes.“ Und Kardinal Newman zitierend, sagte er: „Ich bin dazu geschaffen, etwas zu tun und jemand zu sein, wofür kein anderer geschaffen ist.“

Es spiele keine Rolle, ob jemand reich oder arm sei, ob er verachtet oder geschätzt werde: „Gott kennt mich und ruft mich beim Namen. Er hat mir eine Aufgabe anvertraut, die er niemand anderem anvertraut hat. Ich habe meine Mission. In gewisser Weise bin ich für seine Absichten notwendig.“ In diesem Sinne ermutigte er die Konferenzteilnehmer: „Gehen Sie voran mit dem Mut, den Willen Gottes zu erkennen" und weiterzumachen, „ohne den Sinn für Humor zu verlieren!“  DT/dsc

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