Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Schismatisches Manifest widerrufen

Exkommunikation von zwei Ex-Klarissen aus Belorado aufgehoben

Im Konflikt um das nordspanische Klarissenkloster gibt es eine erste formale Rückkehr: Zwei Ex-Ordensfrauen sind nicht mehr exkommuniziert, nachdem sie das schismatische Manifest von 2024 widerrufen und die Wiederaufnahme in die kirchliche Gemeinschaft beantragt haben.
Kloster Santa Clara de Belorado
Foto: IMAGO/Tomás Alonso (www.imago-images.de) | Die Exkommunikation von zwei ehemaligen Klarissen aus dem Kloster Santa Clara de Belorado wurde aufgehoben.

Der spanische Erzbischof Mario Iceta hat die Exkommunikation von zwei ehemaligen Klarissen aus dem Kloster Santa Clara de Belorado aufgehoben. Das teilte der Oberhirte des nordspanischen Erzbistums Burgos in einem Schreiben an die Föderation der Klarissen „Nuestra Señora de Aránzazu“ mit. Die Entscheidung fiel bereits am Aschermittwoch, dem 18. Februar.

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Bei den beiden handelt es sich um die früher als Schwester Paz und Schwester Adriana bekannten Ex-Ordensfrauen. Sie hatten sich zunächst dem Bruch der Belorado-Gemeinschaft mit der katholischen Kirche angeschlossen und das im Mai 2024 veröffentlichte sogenannte „katholische Manifest“ mitgetragen. Nach Angaben des Erzbistums widerriefen beide das Dokument später und beantragten die Rückkehr in die kirchliche Gemeinschaft.

Papst Franziskus nicht mehr anerkannt

Der Fall Belorado sorgte im Mai 2024 international für Schlagzeilen, als zehn Ordensschwestern unter Äbtissin Isabel das Manifest veröffentlichten. Darin kritisierten sie die Kirche, erkannten Papst Franziskus nicht mehr an, und schlossen sich der schismatischen „Pia Union Sancti Pauli Apostoli“ an.

Iceta wertet die Aufhebung der Exkommunikation als Abschluss eines „Prozesses persönlicher Bekehrung“. In seinem Schreiben betont er, die Exkommunikation sei eine rechtliche Maßnahme mit „heilendem“ Charakter, die zur Reflexion und Umkehr anregen solle. Die Frauen hätten die kirchliche Autorität wieder anerkannt und seien auf ihrem Weg zurück begleitet worden.

Die Exkommunikation war am 22. Juni 2024 gegen alle zehn Klarissen wegen Schismas verhängt worden. Gleichzeitig wurden sie aus dem geweihten Leben ausgeschlossen. Dieser Ausschluss bleibt nach Angaben des Erzbistums bestehen und ist nicht rückgängig zu machen. Die beiden Frauen erhalten also nicht automatisch ihren Status als Ordensfrauen zurück. Möchten sie erneut eintreten, müssten sie ein Aufnahmeverfahren von vorn beginnen.

Räumung des Belorado-Klosters steht unmittelbar bevor

Die Entwicklung fällt kurz vor die geplante Räumung des Belorado-Klosters. Für die verbliebenen sieben Ex-Ordensschwestern ist nach gerichtlichem Beschluss der Auszug aus Santa Clara am 12. März um 9.30 Uhr terminiert. 

Inzwischen hat eine weitere Ex-Nonne, Schwester Myryam, die Gruppe verlassen. Medienberichten zufolge plant sie mit ihrer Familie die Wiedereröffnung eines zuvor von der Gemeinschaft gemieteten Restaurants in Arriondas (Asturien). Die Übrigen halten nach Sprecherangaben an ihrem Kurs fest und werben online um Hilfe bei der Suche nach einem neuen Standort.

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José García Exkommunikation

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