Der römische Kollege hatte einen Termin an der Rota Romana und direkt neben dem Palazzo della Cancelleria, in dem die vatikanischen Gerichte ihren Sitz haben, sind vor der „Carbonara“ noch eine Menge Tische frei. Seit 1912 schmückt das Restaurant die Stirnseite des Campo de‘ Fiori – direkt gegenüber der Statue des Giordano Bruno, einem Erich von Däniken des 16. Jahrhunderts. Nur dass man damals für seine Spintisierei keine kräftigen Buchhonorare einstreichen konnte, sondern als Ketzer auf dem Scheiterhaufen endete. Beim Anblick der Statue fällt dem Kollegen Peter Thiel ein, der hier in Rom im vergangenen April einen Vortrag über den Antichristen gehalten hat.
Von Ketzern und Hetzern
Eine Carbonara zu Füßen von Giordano Bruno regt dazu an, auch moderne Häresien in den Blick zu nehmen.
