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Maria soll den Ukraine-Krieg beenden

Am letzten Tag im Mai wird Papst Franziskus in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom mit dem Rosenkranzgebet einem internationalen Fürbitte-Netzwerk vorstehen.
Papst in Santa Maria Maggiore
Foto: Osservatore Romano / Handout (OSSERVATORE ROMANO PRESS OFFICE) | Am 31. Mai will der Papst um 18 Uhr in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom den Rosenkranz beten. Archivbild von einem früheren Besuch des Papstes in der Marienbasilika.

Zu einem Friedensgebet zum Abschluss des Marienmonats hat Papst Franziskus die Gläubigen in aller Welt aufgerufen. Am Dienstag, den 31. Mai, will der Papst selber um 18 Uhr in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom vor der Marien-Statue der Friedenskönigin den Rosenkranz beten. In diesen Akt sollen Heiligtümer der ganzen Welt einbezogen werden, die in vom Krieg oder von starker politischer Instabilität betroffenen Ländern liegen. Franziskus wolle damit ein Zeichen der Hoffnung setzen, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Päpstlichen Rats für Neuevangelisierung vom Donnerstag.

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Ein Zeichen der Hoffnung für die ganze Welt, „die unter dem Konflikt in der Ukraine leidet und zutiefst verletzt ist durch so viele andere laufende Kriege“. Die Statue „Maria Regina Pacis“ wurde 1918 von Papst Benedikt XV. in Auftrag gegeben, um ein Ende des Ersten Weltkriegs zu erwirken, und steht im linken Seitenschiff der Basilika Santa Maria Maggiore.

Überall wirken Heiligtümer mit

Laut Vatikan-Mitteilung nehmen folgende Marien-Heiligtümer in aller Welt an dem Gebetsakt am 31. Mai statt, sind dann per Video-Streaming mit der Basilika Santa Maria Maggiore verbunden und werden sich mit ihren Gläubigen dem Rosenkranzgebet des Papstes anschließen: Das Heiligtum der Gottesmutter (Zarvanysia) in der Ukraine, die Kathedrale Unsere Herrin vom Frieden in Syrien, die Kathedrale Maria, Königin Arabiens, in Bahrein, das Heiligtum von Jasna Góra in Polen, das Heilige Haus in Loreto und die Kathedrale Unsere Herrin vom Heil in Sayidat al-Najat im Irak. Auch die bekannten Marienheiligtümer im irischen Knock, im mexikanischen Guadalupe und in Lourdes wirken mit. 

Von Rom aus in die ganze Welt

In Rom selber wird Franziskus beim Gebet des Rosenkranzes am letzten Tag im Mai begleitet von Erstkommunionkindern und Firmlingen der vergangenen Wochen, Pfadfindern und Familien der ukrainischen Gemeinde in Rom, Mitgliedern der vatikanischen Gendarmerie und der Schweizer Garde sowie Mitarbeitern der römischen Kurie und Angehörigen der drei Pfarreien Roms, die Maria, der Königin des Friedens geweiht sind. Die zehn „Gegrüßest seist Du Maria“ des Rosenkranzes werden jeweils vorgebetet von einer ukrainischen Familie, Personen, die Opfern des Krieges besonders verbunden sind, und Militärgeistlichen. Die katholischen Fernsehsender der Welt werden dieses Mariengebet live übertragen. DT/gho

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