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Initiative katholischer Laien begrüßt den Brief von Papst Franziskus

Der „Neue Anfang“ sieht in dem persönlichen Brief des Pontifex an vier ehemalige Teilnehmerinnen des Synodalen Weges seine eigene Kritik am Synodalen Weg bestätigt.
Der Neue Anfang begrüßt das Schreiben von Papst Franziskus
Foto: IMAGO/Evandro Inetti (www.imago-images.de) | Der Neue Anfang begrüßt das Schreiben von Papst Franziskus und ruft die Bischöfe zur Umkehr auf.

Die "Initiative Neuer Anfang" hat das Schreiben von Papst Franziskus an die vier ehemaligen Teilnehmerinnen am Synodale Weg, Marianne Schlosser, Dorothea Schmidt, Katharina Westerhorstmann und Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz, begrüßt. Der Papst hatte darin die Gründung des Synodalen Ausschusses verurteilt. In seinem Brief habe Papst Franziskus bestätigt, dass die Einrichtung eines Synodalen Ausschusses vom Heiligen Stuhl untersagt worden sei. Dieser sei mit der sakramentalen Struktur der katholischen Kirche nicht in Einklang zu bringen, zitiert der „Neue Anfang“ das Schreiben des Papstes. 

Aufruf zur Umkehr

In einem acht Punkte umfassenden Appell ruft die Initiative „Neuer Anfang“ auf ihrer Webseite und in einer Presseerklärung die Bischöfe zur Umkehr auf. Darin betont die Initiative einerseits die vom Papst gesehene Dringlichkeit und unterstreicht die Symbolik der Datierung am Fest des Heiligen Leos des Großen, welches auch der Tag war, an dem sich der umstrittene Synodale Ausschuss konstituiert hatte.

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Den Maßnahmen des Synodalen Weges wirft die Laieninitiative vor, sie entfremde die deutsche Kirche zunehmend vom Weg der universalen Kirche. Das Ende dieser Dynamik, so der „Neue Anfang“, sei der Untergang im Abgrund der Spaltung.

Papst bestätigt die Linie der Kurie erneut

Die Initiative weist ferner darauf hin, dass der Papst in seinem jüngsten Brief alle vorherigen Schreiben in der Sache bestätigt. Unter anderem war in einem von Papst ausdrücklich gebilligten Schreiben der Kurie die Gründung eines Synodalen Rates, den der Synodale Ausschuss vorbereiten soll, untersagt worden. Einen solchen Rat habe auch der Papst, so die Initiative, in seinem jüngsten Schreiben als mit der sakramentalen Struktur unvereinbar bezeichnet.

Brief des Papstes an vier ehemalige Mitglieder der Synodalversammlung
Foto: Screenshot Website "Die Welt" | Der Brief des Papstes an vier ehemalige Mitglieder der Synodalversammlung ist auf den 10. November datiert - der Tag, an dem sich der Synodale Ausschuss erstmals konstituiert hatte.

Im letzten Punkt geht der Neue Anfang davon aus, dass der Papst immer noch Zwangsmaßnahmen vermeiden wolle. Das Zeichen sei aber deutlich gewesen. Der „Neue Anfang“ wörtlich: „Das Flaggschiff Petri hat der deutschen Kirche eine ganze Breitseite vor den Bug gesetzt. Wer das nicht gehört und gesehen haben will, trägt die volle Verantwortung dafür, wenn er schlussendlich im Strudel der Spaltung verschwindet.“ DT/pwi

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