Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Vatikanstadt

Franziskus bekräftigt: Bereit, in die Ukraine zu reisen

Die Bereitschaft für eine Reise in die Ukraine sei da, so Papst Franziskus auf dem Rückflug von Malta. Hinsichtlich der Durchführung habe er aber Zweifel.
Papst Franziskus besucht Malta
Foto: IMAGO/Vatican Media (www.imago-images.de) | Papst Franziskus hatte am Wochenende die Mittelmeerinseln Malta besucht und sich dort unter anderem auch mit Flüchtlingen getroffen. Migration ist eines der zentralen Themen seines Pontifikats.

Papst Franziskus hat seine grundsätzliche Bereitschaft bekräftigt, persönlich in die Ukrainezu reisen. Er sei bereit, „alles zu tun, was getan werden kann“, so Franziskus am Sonntagabend bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug von Malta. Und eine Reise in die Ukraine gehöre zu den Möglichkeiten.

"Es gibt kein Nein. Ich stehe zur Verfügung"

Er sei bereits von mehreren Personen darauf angesprochen worden, ob er sich eine solche Reise vorstellen könne, so der Papst weiter. „Die Bereitschaft ist immer da, es gibt kein Nein. Ich stehe zur Verfügung.“ Gleichzeitig wisse er nicht, ob sich ein Besuch in dem vom Krieg gezeichneten Land realisieren lasse. „Ich weiß nicht, ob es machbar ist, ob es opportun ist und ob es das Beste wäre. All das liegt in der Luft.“

Lesen Sie auch:

Zudem werde weiter an einem Treffen mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. gearbeitet. Ein möglicher Ort für ein solches Treffen sei der Nahe Osten, so der 85-Jährige. Auch hinter den Kulissen unternehme der Heilige Stuhl alles, was in seiner Macht stehe, um auf einen Frieden hinzuwirken, so Papst Franziskus. Aus Gründen der Vorsicht und der Vertraulichkeit könne man jedoch nicht alle diplomatischen Initiativen öffentlich machen. 

Abermals äußerte der Papst auch Kritik am Krieg als solchem. „Krieg ist immer eine Grausamkeit, eine unmenschliche Sache, die dem menschlichen Geist widerspricht – ich sage nicht christlich, sondern menschlich“. Auch für die im Krieg gefallenen Journalisten drückte Franziskus seine Anteilnahme aus.  

Papst Franziskus hatte am Wochenende die Mittelmeerinseln Malta besucht und sich dort unter anderem auch mit Flüchtlingen getroffen. Migration ist eines der zentralen Themen seines Pontifikats. Für Franziskus war es die erste Auslandsreise in diesem Jahr.  DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Kyrill I. Papst Franziskus Päpste

Weitere Artikel

In Pakistans Ziegelfabriken arbeiten Familien als Schuldsklaven. Der argentinische Priester Federico Highton organisiert mit päpstlicher Unterstützung Befreiungsaktionen.
26.04.2026, 11 Uhr
José García
Wenn es schnell gehen soll, geht man auch mal in ein Bistro, um sich darüber auszutauschen, was hinter den heiligen Mauern geschieht.
25.04.2026, 05 Uhr
Mario Monte

Kirche

Die Kirche erlebt eine Welle des Interesses. Aber kann sie sie reiten? Ein Gespräch mit Johannes Hartl über seinen Missionskongress und die neue Faszination der Tradition.
30.04.2026, 19 Uhr
Jakob Ranke
Der selige Petrus der Diakon war Freund Gregors des Großen, Schutzpatron eines Dorfes im Zweiten Weltkrieg und Zeuge göttlicher Inspiration.
30.04.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
Werden die drei Schwestern von ihren vermeintlichen Unterstützern instrumentalisiert? Das kirchliche Missbehagen verfestigt sich.
30.04.2026, 14 Uhr
Stephan Baier
Papst Leo steckt das Feld für den deutschen Episkopat ab. „Fiducia supplicans“ ist kein Aufhänger für einen deutschen Sonderweg.
30.04.2026, 13 Uhr
Regina Einig