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Europaparlament ehrt Kardinal Parolin

Kardinalstaatssekretär ist der einzige Nicht-Politiker unter den neuen „ehrenhaften Mitgliedern des Europäischen Verdienstordens“.
Pietro Parolin
Foto: IMAGO/ALESSIA GIULIANI (www.imago-images.de) | Vielleicht kein Politiker, aber doch immerhin Chefdiplomat: Kardinalstaatsekretär Pietro Parolin.

Als einziger Geistlicher wird der Kardinalstaatssekretär des Papstes, Pietro Parolin, in diesem Jahr mit dem neu geschaffenen Europäischen Orden geehrt. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, gab am heutigen Dienstag in Straßburg die Namen der ersten Preisträger des Europäischen Verdienstordens bekannt. Damit sollen „bedeutende Beiträge zur europäischen Integration und zur Förderung und Verteidigung europäischer Werte gewürdigt“ werden, wie das Europäische Parlament formuliert. Wörtlich sagte die aus Malta stammende Christdemokratin Metsola: „Mit dem Europäischen Verdienstorden ehren wir diejenigen, die nicht nur an Europa geglaubt haben, sondern auch zu seinem Aufbau beigetragen haben.“

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Eine politisch hochkarätige Jury bestimmte als Preisträger in der Kategorie „verdienstvolle Mitglieder“ die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Gründer der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc und früheren Präsidenten Polens, Lech Wałęsa, und den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj. Zu „ehrenhaften Mitgliedern des Europäischen Ordens“ wurden vier ehemalige Staatspräsidenten, zwei frühere Regierungschefs und zwei ehemalige Spitzenfunktionäre der EU ernannt. In dieser Kategorie ehrt das Europäische Parlament lediglich zwei Persönlichkeiten, die aktuell noch im Amt sind: die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, und den Staatssekretär des Heiligen Stuhls, Kardinal Pietro Parolin. Er ist zugleich in allen Kategorien der einzige Geistliche – neben insgesamt 13 Politikern, von denen elf bereits im Ruhestand sind.

Unter den einfachen „Mitgliedern des Europäischen Verdienstordens“ sind dann auch weitere Nicht-Politiker, darunter die Musiker der Band U2, der Koch und Gastronom José Andrés, der die Hilfsorganisation „World Central Kitchen“ gründete, der griechische Basketballspieler Giannis Antetokounmpo und die ukrainische Menschenrechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk. Nach Angaben des Europäischen Parlaments können künftig bis zu 20 Preisträger in den neuen Orden aufgenommen werden. (DT/sba)

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