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EVP-Politiker Weber wirbt beim Papst für die Christdemokratie

Der Europapolitiker sucht die Rückendeckung des Papstes gegen Rechtspopulisten. Leo XIV. wiederum wirbt für „gesunden Säkularismus“.
Manfred Weber bei Papstmesse am Sonntag
Foto: IMAGO/Angelo Carconi (www.imago-images.de) | Als Gläubiger war Manfred Weber bereits am Sonntag bei der Papstmesse zugegen.

Der Papst hat am gestrigen Montag Vertreter des Europäischen Parlaments im Vatikan empfangen und dabei, wie „Vatikan News“ berichtet, für einen „gesunden Säkularismus“ geworben. Teil der Arbeitsgruppe zu interkulturellem und interreligiösem Dialog, die von der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) getragen wird, war auch deren Fraktionsvorsitzender, der CSU-Politiker Manfred Weber.

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„Die europäischen Institutionen“, so Papst Leo, „brauchen Menschen, die wissen, wie man einen gesunden Säkularismus lebt, das heißt eine Denk- und Handlungsweise, die den Wert der Religion bekräftigt und gleichzeitig die Unterscheidung – nicht die Trennung oder Verwirrung – vom politischen Bereich bewahrt. Besonders erwähnenswert sind hier die Beispiele von Robert Schuman, Konrad Adenauer und Alcide De Gasperi.“

Definitionsstreit um Begriff des christlichen Europas

Weber äußerte sich im Nachgang positiv über das Treffen. Nach Angaben der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA sagte Weber, es sei ein „Zeichen der Ermutigung“ gewesen, dass dem Papst bewusst sei, dass Europa auf zutiefst christlichen Werten fuße. Er selbst habe „deutlich gemacht, dass wir das europäische Projekt in diesem christlichen Geiste weiterführen wollen“.

Weiter sagte Weber, er habe den Papst darauf hingewiesen, dass er und seine Partei „die Stimme der katholischen Kirche und des Papstes brauchen, die darstellt, was christlich bedeutet.“ Es gebe nämlich einen Definitionsstreit um den Begriff des christlichen Europas. „Wichtig war es mir, darauf hinzuweisen, dass rechtsradikale und nationalistische Kräfte für sich in Anspruch nehmen, sie würden das christliche Europa verteidigen, zum Beispiel beim Thema Migration“, so der Christdemokrat. (DT/jra)

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