Nach "Ad-limina-Besuch"

Stetter-Karp: „Berechtigte Hoffnung“, dass Synodaler Weg Bestand hat

Die ZdK-Präsidentin gibt sich nicht überrascht, dass die Gespräche der deutschen Bischöfe mit Rom herausfordernd waren. Dass der Synodale Weg etwas verändern wird, glaubt sie weiterhin.
Irme Stetter-Karp
Foto: Christian Ditsch via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Sie habe erwartet, dass die Gespräche im Vatikan herausfordernd sein würden, so Stetter-Karp. Bereits im Vorfeld sei klar gewesen, „dass die deutschen Bischöfe in Rom auf Kritiker des Synodalen Wegs treffen würden“.

Einige Tage nach dem „Ad-limina-Besuch“ der deutschen Bischöfe in Rom ist die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, weiter zuversichtlich, dass der deutsche Synodale Weg Bestand haben und etwas verändern wird. Sie habe „eine berechtigte Hoffnung, weil wir in den wesentlichen Grundlagentexten wie den zentralen Beschluss-Orientierungstext, der Grundlage für alle anderen Themen ist, eine überwältigende Mehrheit erreicht haben“, so Stetter-Karp im Gespräch mit dem Internetportal „domradio.de“. 

Frauenweihe: Nicht möglich, "das Rad zurückzudrehen"

Eine Ausnahme sei die vierte Synode zur Frage der Geschlechtergerechtigkeit, bei der man „knapp entlang eines völligen Risses vorbei geschrammt“ sei. „Hier haben wir tatsächlich ja nicht erreicht, was wir wollten“ erklärte die ZdK-Präsidentin. Sie erwarte aber noch immer, „dass wir weitergehen können mit allem, was wir in Deutschland in der Kirche regeln können“. Dass die große Mehrheit der deutschen Bischöfe hier hinter ihren eigenen Beschluss zurückgehe, könne sie sich nicht vorstellen. 

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Es sei für sie zudem „wenig überraschend“ gewesen, meinte Stetter-Karp weiter, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Limburger Bischof Georg Bätzing, die Gespräche mit dem Vatikan als herausfordernd bezeichnet habe. Auch sie habe erwartet, „dass sie herausfordernd sein würden“. Bereits im Vorfeld sei klar gewesen, „dass die deutschen Bischöfe in Rom auf Kritiker des Synodalen Wegs treffen würden“.

Stetter-Karp äußerte sich gegenüber „domradio.de“ auch zur Debatte um die Frauenordination. Auf die Frage, ob es sie entmutige, dass Rom der Weihe von Frauen zu Priesterinnen eine klare Absage erteilt habe, erklärte sie: „Dieser Graben oder das mangelnde Verständnis zeigen sich ja schon länger. Wir haben es ja mit einer Fundamentalkritik zu tun, die eben nicht nur die Laien brüskiert, sondern sie brüskiert auch die deutschen Bischöfe.“ Es werde jedoch nicht möglich sein, „das Rad zurückzudrehen“.  DT/mlu

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