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Die „MEHR“ ist jetzt ein Festival

Lobpreis, Gebet und Vorträge. In Augsburg versammeln sich von Donnerstag bis Sonntag 11.000 Teilnehmer unter dem Motto "God is here". Update: Jetzt mit Bilderserie.
MEHR2024: Moderatoren Sebastian Lohmer und Beke Rieken
Foto: Peter Winnemöller | Sebastian Lohmer (l.) und Beke Rieken moderieren das Festival MEHR.

Das Glaubensfestival „MEHR“ hat begonnen. Mit dem üblichen Countdown zählten die Teilnehmer in der Messehalle in Augsburg herunter auf null, und die ersten Takte des Lobpreises setzten ein. Veronika Lohmer sang von einem großen Orchester begleitet „Gott ist heilig“.

Mehr2024
Foto: MEHR / Johannes Rassl | Mit 11.000 Teilnéhmern knüpft die MEHR beinahe nahtlos an die Zeit vor Corona an.

In der vorhergehenden Pressekonferenz konnte der neue CEO des Gebetshauses, Constantin Maasburg, bekanntgeben, dass 11.000 Teilnehmer zum Glaubensfestival des Gebetshauses Augsburg kommen werden. Da der Verkauf für den Livestream noch läuft, konnte die Anzahl der virtuellen Teilnehmer als fünfstellig angegeben werden. 

Freude an Gott

Maasberg führt den Erfolg des Festivals darauf zurück, dass im Gebetshaus eine Spiritualität des 21. Jahrhunderts gelebt werde, die, ergänzt um das Setting, „Gräben überwinden“ und Menschen anziehe könne. Mit etwas Stolz gab der CEO des Gebetshauses bekannt, dass man inzwischen über 100 Mitarbeiter beschäftige. Der Gründer des Gebetshauses, Johannes Hartl, freute sich darüber, dass es nach vier Jahren Pause endlich wieder eine MEHR geben könne. Den Erfolg führte Hartl auf die über 100.000 Stunden Gebet seit 2011 zurück. Die „MEHR Konferenz“ heißt nun „MEHR Dein Glaubensfestival“. Der Begriff Festival, so Hartl, passe einfach besser zum Format der MEHR. Auf Nachfrage der "Tagespost" erklärte Hartl, dass die nun über 100 Mitarbeiter im Gebetshaus ihn mit Dankbarkeit und Freude erfüllten. Er sehe aber auch die Bürde der Verantwortung, die es mit sich bringe, so viele Menschen zu beschäftigen. 

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„Die Freude an Gott steht hier im Mittelpunkt“, betonte Hartl, „das gehört in den Mittelpunkt“. Die Teilnehmer am „MEHR Festival“ erwarte nun vier Tage lang viel Gebet und Gemeinschaft. Kathrin Holzinger, Leiterin Kommunikation des Gebetshauses, kündigte für das Jahr 2025 ein großes Jugendfestival an; das nächste „MEHR Glaubensfestival“ sei 2026 geplant. Den ersten Abend prägte neben der Musik ein Vortrag von Johannes Hartl zum Thema „Feuer – die erste Liebe“. Beke Rieken und Sebastian Lohmer führten durch das Programm des Festivals. Als Vorstellungsrunde baten die beiden, alle Teilnehmer bitte gleichzeitig ihren Namen zu rufen, sie würden sich das dann schon merken. 

Die erste Liebe

Der Lobpreis von Veronika Lohmer, der auch den ernsten Aspekt, "mit Gott durch eine dunkle Zeit zu gehen", nicht ausklammerte, stimmte die Teilnehmer singend, betend und lobend auf das Festival und das Motto „Gott ist hier“ ein. Ausgehend vom Brief an die Gemeinde in Ephesus aus der Offenbarung des Johannes stellte Johannes Hartl in seinem ersten Vortrag „die erste Liebe“ vor. Der Brief Gottes an die Gemeinde wirft den Ephesern den Verlust der „ersten Liebe“ vor und mahnt an, zu dieser zurück zu kehren. Eine Rückkehr sei, so Hartl, jederzeit möglich. „Die Stimme Gottes“, so der Gründer des Gebetshauses, „ist nie die Stimme, die ‚Game over‘ sagt.“ Um auszuführen, wie man die „erste Liebe“ verlieren kann, erklärte Hartl, man könne sogar im Namen Gottes so aktiv werden, dass man Gott verpasst.

Liebe verlieren

Um zu illustrieren, was die Liebe nährt, erklärte Hartl am Beispiel von Maria und Marta, wie Marta sich in ihrem Tun verliere, Maria aber alle gesellschaftlichen Erwartungen durchbreche. „Das kostbarste im Leben kann dir genommen werden, wenn du dir keine Zeit dafür nimmst“, unterstrich Hartl. Gottes Definition von Größe sei seiner Ansicht nach, wenn der Mensch lerne, sich von Gott geliebt zu fühlen und das auch an einem schlechten Tag könne. Der erste Abend der „MEHR“ endete mit einem symphonischen Lobpreis, in dem eine Lobpreis-Band und das Worship Symphony Orchester unter Leitung von Friedemann Meussling zusammen Musik zum Lob Gottes spielten. Das Festival „MEHR“ in Augsburg geht noch bis Sonntag. DT/pwi

 

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Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost weitere Berichte von der MEHR2024 in Augsburg.

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