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Johannes Hartl: „Wir sprechen über das wichtigste Thema der Kirche: Gott“

Am 4. Januar beginnt die MEHR24 in Augsburg.
Nach Corona ist wieder MEHR: In Kürze startet in Augsburg die MEHR2024-Konferenz.
Foto: Basia Grudzien | Nach Corona ist wieder MEHR: In Kürze startet in Augsburg die MEHR2024-Konferenz.

Der Leiter des Augsburger Gebetshauses und Influencer Johannes Hartl hat im Vorfeld der MEHR24-Konferenz, die nach vierjähriger pandemiebedingter Pause am 4. Januar in der Messe Augsburg beginnt, auf den klaren Gottesbezug des Treffens hingewiesen. Es steht unter dem Leitwort „God is here“. „Wir sprechen über das wichtigste Thema der Kirche überhaupt: Gott. Gott ist eines der meisten vernachlässigten Themen in der Kirche. Es wird über alles Mögliche gesprochen – ob die Kirche liberaler oder konservativ auszusehen habe“, erklärte Hartl im Gespräch mit dieser Zeitung. Diese Meinungen seien nicht unwichtig, aber die Veranstalter legten bewusst einen anderen Fokus und sprächen über die Mitte des christlichen Glaubens.

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Mit Nachdruck hob Hartl hervor, dass sich die MEHR24 nicht in erster Linie an überzeugte Christen, sondern an Sinnsucher wende. Die Besucher der Konferenz suchten „vielleicht noch nicht automatisch nach Gott, sondern nach irgendetwas. Der erste Schritt ist, zu sagen: Es ist völlig okay, dass du auf der Suche bist, dass du unzufrieden dürstest in einem Leben, in dem du gar nicht mehr an deinen eigenen Wurzeln bist. Der nächste Schritt ist die Frage nach Glaube, nach Transzendenz, nach Gott.“ Dann gehe es um die Frage nach Jesus. 

Hartl strebt nach eigenen Worten „einen missionarischen Turnaround“ an und äußert sich zurückhaltend zum Thema Reform der Kirche. Eine Reform, so erklärt er, würde nicht in erster Linie jene ein Prozent der Gesellschaft in den Blick rücken, die noch kommen, sondern jene 99 Prozent, die nicht kommen. Eine geistliche Umkehrung, die spirituell getragen wird, ist für ihn erstrebenswert: „Es geht nicht darum, sich an eine beliebige allgemeine Kultur anzupassen, sondern um eine profilierte, aber geistdurchwirkte und herzliche Zuwendung zu jenen Menschen, die vielleicht Interesse haben, aber gar nicht auf die Idee kommen, in eine Kirche zu gehen.“ DT/reg

Lesen Sie mehr zur „MEHR“ - inklusive Interview mit Johannes Hartl - in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

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