Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Würzburg

Corona-Exerzitien: Medienfasten

In TV und Sozialen Netzen kann man sich derzeit den ganzen Tag mit nichts anderem als Expertenmeinungen, Verschwörungstheorien, Fakten oder alternative Fakten befassen. Doch es gibt sinnvollere Methoden zum Zeitvertreib.
Corona und Medienkonsum
Foto: Arne Dedert (dpa) | Die ständige Konfrontation mit einem Problem, derzeit mit der Corona-Krise, macht dieses emotional überwältigend groß.

Wer noch nicht depressiv ist aber es werden möchte, dem seien derzeit einige Stunden Fernsehen oder soziale Medien empfohlen. Angst, Panik, Sorge und immer und immer wiederkehrendes Kreisen um die selben Fragen, über die es doch keine Sicherheit gibt. Expertenmeinungen, Verschwörungstheorien, Fakten oder alternative Fakten: Man kann sich den ganzen Tag mit nichts anderem befassen.

Weniger Medien, mehr Leben

Lesen Sie auch:

Doch warum sollte man das? Die ständige Konfrontation mit einem Problem macht dieses emotional einfach überwältigend groß. Mein Rat: Befassen sie sich täglich 15 Minuten mit der aktuellen Situation, dann wissen sie das Relevante ohnehin. Nutzen sie die restlichen 23 Stunden und 45 Minuten, um für Menschen da zu sein, zu beten, zu arbeiten, zu lesen, sich am Leben zu freuen. Das Leben ist ohnehin zu kurz, um es sich von Nachrichten verderben zu lassen, von denen 98 Prozent ohnehin in Kürze ihre Relevanz verloren haben werden. Weniger Medien, mehr Leben (Die Tagespost natürlich ausgenommen).

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Johannes Hartl

Weitere Artikel

Eine Erfahrung vom „Catholic Summer Festival“ der „Jugend 2000“: Gott kann sich auch im Festzelt offenbaren.
18.08.2026, 09 Uhr
Lani Bentler
Für Charlotte Mason sind gute Gewohnheiten und eine von Freude geprägte Lernatmosphäre entscheidend. An Ambleside-Schulen wird dieser Ansatz praktisch umgesetzt. Teil zwei von zwei.
18.08.2026, 07 Uhr
Jutta Graf

Kirche

Joseph Zen trat als entschiedener Unterstützer der von China niedergeschlagenen Demokratiebewegung in Hongkong auf. Gegen eine Verurteilung will er vor das Oberste Gericht ziehen.
04.09.2026, 16 Uhr
Meldung
Die heilige Teresa von Kalkutta und die reale Gegenwart Jesu in den Armen.
05.09.2026, 07 Uhr
Pater Brian Kolodiejchuk
Von einer, die vom Balkan auszog, um zunächst im indischen Kalkutta und schließlich weltweit den Ärmsten der Armen das Licht Gottes zu bringen.
04.09.2026, 09 Uhr
Stephan Baier
Unterstützung für Washington und goldene Brücken für Moskau: ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Mariano Barbato über die vatikanische Diplomatie in der Ukrainefrage. 
04.09.2026, 13 Uhr
Benjamin Leven
Beim Katholikentag ging die Nachricht unter. Nun ist klar: Im November wird es keine erste Sitzung der Synodalkonferenz geben, die Hotelzimmer sind storniert. Versandet das Vorhaben?
03.09.2026, 19 Uhr
Benjamin Leven