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Maria 1.0 kritisiert Kurs der deutschen Bischöfe

Der „dringend korrekturbedürftige Kurs“ rund um die Entwicklungen des Synodalen Wegs werde unbeirrt fortgesetzt, beklagt die reformkritische Initiative.
Georg Bätzing hält bei der Deutschen Bischofskonferenz die Predigt.
Foto: Sebastian Gollnow (dpa) | Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hält beim Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz die Predigt.

Die Bewegung „Maria 1.0“ und die „Initiative Dubium“ üben Kritik an der Positionierung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, in der innerkirchlichen Reformdebatte. Bätzing, Bischof von Limburg, ignoriere sowohl den Brief von Papst Franziskus „An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ aus dem Jahr 2019 wie auch das Grußwort des Apostolischen Nuntius in Deutschland, Nikola Eterovic, zum Auftakt der DBK-Herbstvollversammlung.

Kritik an Äußerungen zu Frage der Erlösung

Eterovic hatte darin die „überragende Bedeutung der Einheit der katholischen Weltkirche“ betont. In einer gemeinsamen Erklärung der beiden reformkritischen Initiativen heißt es: „Der dringend korrekturbedürftige Kurs rund um die Entwicklungen des ,synodalen Weges‘ wird unbeirrt fortgesetzt.“ 

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Zudem kritisiert man die Äußerungen Bätzings in seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung zur Frage der Erlösung. Der DBK-Vorsitzende hatte darin von einer zufälligen Begegnung mit einem Passanten erzählt, der ihn gefragt habe: "Wollen Sie uns jetzt von unseren Sünden erlösen?". Daraufhin beschäftigte sich Bätzing in seiner Predigt damit, was er darauf antworten würde. "Ja, da ist was dran. Und: Nein, das kann ich nicht. Sie verwechseln den Boten mit dem Erlöser", so eine mögliche Antwort. Und weiter: „Kirche ist keine Veranstaltung von Menschen mit weißer Weste für solche, die es von uns erst lernen, es kapieren und annehmen müssten, was es bedeutet, erlöst zu werden. ,Wollen Sie uns jetzt von unseren Sünden erlösen?‘ Nein, das steht uns nicht zu, wir können es auch nicht.“

Dringende Bitte um "Klarstellung und Korrektur"

„Maria 1.0“ und die „Initiative Dubium“ sieht diese Äußerungen als Anlass, „dringend um Klarstellung und Korrektur“ zu bitten, da die von Christus verliehene Vollmacht zur Sündenvergebung aufgrund der persönlichen Schuld einzelner Hirten relativiert werde. „Bätzing leugnet damit, dass Christus durch die Kirche Erlösung erwirkt, dass die Kirche sein mystischer Leib ist, durch die und in der der Herr sein Erlösungswirken vergegenwärtigt und Menschen erlöst.“

Zudem rufe man alle Katholiken dazu auf, für die deutschen Hirten zu beten ermutigen die deutschen Bischöfe „die Stimme zu erheben, gegen solche Angriffe bzw. theologische Fehlhaltungen aufzustehen und die göttlichen Wahrheiten, wie auch die Lehre der Kirche zu verteidigen“.  DT/mlu

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