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Wie die Kirche der Zukunft aussieht

Gott selbst wird es sein, der das Christentum im Westen aus der „Pandemie der Gottlosigkeit“ herausführt: Zwölf Thesen von Bernhard Meuser.
Abends in Berlin
Foto: Paul Zinken (dpa-Zentralbild) | Die Sonne geht zwischen den Türmen der Nikolaikirche unter und taucht den Himmel in ein besonderes Licht. +++ dpa-Bildfunk +++

Die Kirche der Zukunft wird kleiner, bescheidener, machtloser, dafür aber markanter, persönlicher, entschiedener, geist- und kraftvoller sein. Diese These vertritt der bekannte Autor Bernhard Meuser in der „Tagespost“ (Ausgabe vom 17. März). Gerade mit Blick auf die kirchliche Lage in Deutschland sieht der Herausgeber des „Youcat“ weder in den äußerlichen Reformen, wie sie auf dem Synodalen Weg vorgetragen werden, noch darin, das „Kostbarste im Fluss“ zu versenken, einen Ausweg aus der „Pandemie der Gottlosigkeit“. Es bleibe aber bei dem Vermächtnis des Herrn an seine Kirche, dass die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden. Die Kirche werde sich läutern müssen, aber Gott werde es sein, der sie aus dem Scherbengericht herausrufe. So formuliert Meuser zwölf Thesen, um das Bild der Kirche von morgen deutlicher zu zeichnen.

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Ende der Verfilzung mit dem Staat

Unter anderem sieht der Autor die Aufkündigung der Interessengemeinschaft von Staat und Kirche voraus. Letztere müsse sich aus der Verfilzung mit der Macht lösen, um wieder frei zu sein für die „filterfreie Verkündigung Gottes“. Weiterhin würden die Gemeinden und Gemeinschaften Zulauf finden aus der bewussten Lebenswahl von Bekehrten. Viel mehr Menschen als heute würden sich in Zukunft frei und entschlossen für ein christliches Leben entscheiden statt automatisch in die Kirche hineinzuwachsen.

Ein Leben aus den Sakramenten

Akteure einer Kirche von morgen würden immer mehr „missionarische Jünger“ sein, Freundinnen und Freunde Jesu aus Bekehrung heraus, wie Meuser schreibt. Katechumenale Prozesse würden sich dabei rund um die Sakramente ereignen, da sie es sind, aus denen sich die Kirche aufbaue. Pfarrgemeinden würden dann nicht mehr flächendeckend bestehen müssen. Auch andere Formen von Gemeinde wie Geistliche Bewegungen könnten dann spirituelle Zentren sein, aus denen dann auch die Berufungen zum Priestertum, zu einem Leben nach den Evangelischen Räte oder zur Ehe erwachsen. Ein wesentlicher Charakterzug des religiösen Lebens werde die eucharistische Anbetung sein. DT/gho

Lesen Sie zwölf Thesen zur Zukunft der Kirche von Bernhard Meuser in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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