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Militärs gründen Gebetsinitiative für Frieden in der Ukraine

Auf der Plattform „Soldiers Praying for Peace“ können Militärs Gebete formulieren. Damit solle gezeigt werden, dass Soldaten sich vor allem für Frieden einsetzen würden.
Betender Soldat
Foto: Bilal Tarabey / Le Pictorium (imago stock&people) | Ein Soldat betet in einer Kirche. Als "Blauhelme der gefalteten Hände" bezeichnet sich die Gebetsinitiative "Soldiers praying for peace", die Soldaten in ganz Europa zum Gebet aufruft.

Für Frieden insbesondere in der Ukraine, aber auch generell hat der Milizverband des österreichischen Bundesheeres die Gebetsinitiative „Soldiers Praying For Peace“ ins Leben gerufen. Ziel des Zusammenschlusses der Soldatinnen und Soldaten aus ganz Europa sei es, zu zeigen, dass Soldaten sich in erster Linie für den Frieden einsetzen würden und nicht für den Krieg. Die Initiative wurde zeitgleich zur Weihe der Ukraine und Russlands an das unbefleckte Herz Mariens durch Papst Franziskus veröffentlicht.

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Soldaten „nicht unbedingt kriegsfördernd“

Die Idee der Aktion ist, dass Milizen und Soldaten aus ganz Europa auf der Webseite soldiersprayingforpeace.eu Gebete veröffentlichen. Theoretisch kann jeder dort etwas schreiben, jedoch sind in erster Linie dem Militär angehörende Personen dazu aufgerufen, um zu zeigen, dass „der Soldat friedensstiftend und friedenserhaltend und nicht unbedingt kriegsfördernd ist“, wie der Mitbegründer der Initiative und Ex-Kommandant Oberstleutnant Michael Blaha gegenüber der „Tagespost“ ausführt.

Als erste Reaktion auf den Krieg in der Ukraine sei die Ankündigung von Aufrüstung zu beobachten, die Grundaufgabe einer Armee sei nach dem europäischen Verständnis aber der Friedenserhalt, so Blaha. Das solle auch die Plattform widerspiegeln. Dementsprechend heißt es auf der auf Englisch veröffentlichten Webseite: „Wir sehen unsere Initiative als virtuellen Friedenseinsatz und sehen uns in diesem Sinne als Blauhelme der gefalteten Hände, als Friedenssoldaten des Gebets.“

Gebet für die Opfer und Verantwortlichen des Krieges

Zugleich wird auf der Webseite die Bedeutung des Gebets für die Situation im Kriegsgebiet betont. Neben der humanitären Hilfe sei es in christlicher Tradition ebenso wichtig, im Gebet mit den Menschen im Krieg zu sein, die aktuell Hilfe benötigten, heißt es dort.

Diese geistliche Unterstützung bräuchten jedoch nicht nur die Opfer des Krieges: „Hilfe im Gebet benötigen aber nicht nur die Opfer, sondern auch jene die durch ihr Verhalten jenes beklagenswerte Unheil hervorrufen, das die Welt zurzeit in Atem hält.“

Der österreichische Milizverband ist die unabhängige und überparteiliche Interessensvertretung aller Wehrpflichtigen des Miliz- und Reservestandes des Österreichischen Bundesheeres. Unter Milizen versteht man Männer und Frauen, die sich über den Grundwehrdienst, die österreichische Wehrpflicht, hinaus militärisch engagieren, hauptberuflich aber in anderen Bereichen tätig sind. Der österreichischen Miliz gehören rund 35.000 Milizsoldatinnen und Milizsoldaten an.  DT/ vwe

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