Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Friedensimpulse des Papstes (9)

Das Gebet verändert die Geschichte

Die Welt brauche eine echte und gefestigte Epoche der Versöhnung, sagt Leo XIV. Das sei ein Auftrag auch an jede Religion, die man nicht missbrauchen dürfe, um zu töten.
Papst Leo XIV.
Foto: IMAGO/ABACA (www.imago-images.de) | Papst Leo beim Friedenstreffen im Kolosseum in Rom, 28. Oktober.

Die Welt dürstet nach Frieden: Sie benötigt eine echte und gefestigte Epoche der Versöhnung, die dem Machtmissbrauch, der Zurschaustellung von Stärke und der Gleichgültigkeit hinsichtlich des Rechts ein Ende setzt. Es ist genug mit den Kriegen, mit ihren leidvollen Häufungen von Toten, Zerstörungen und Vertriebenen! Gemeinsam bekunden wir heute nicht bloß unseren festen Willen zum Frieden, sondern auch das Bewusstsein, dass das Gebet eine große Kraft der Versöhnung ist.

Lesen Sie auch:

Wer nicht betet, missbraucht die Religion, sogar um zu töten. Das Gebet ist eine Regung des Geistes, ein Sich-Öffnen des Herzens. Es handelt sich nicht um laute Worte, nicht um zur Schau gestelltes Verhalten, nicht um religiöse Slogans, die gegen die Geschöpfe Gottes verwendet werden. Wir glauben daran, dass das Gebet die Geschichte der Völker verändert. Mögen die Orte des Gebets zu Zelten der Begegnung, Heiligtümern der Versöhnung, Oasen des Friedens werden.

Papst Leo beim Gebetstreffen der Religionen für den Frieden in Rom, 28. Oktober 2025

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Redaktion Leo XIV. Päpste Versöhnung

Weitere Artikel

Anstrengen muss man sich natürlich alleine. Aber in Prüfungssituationen sorgt ein Gebet für Ruhe und Klarheit.
30.06.2026, 07 Uhr
Mihael Iljazovic
Was zeichnet den neuen Pontifex aus? Welche Akzente setzten Leos Vorgänger mit ihren jeweils ersten Lehrschreiben? Es zeigt sich die Kontinuität.
28.06.2026, 11 Uhr
Christoph Münch

Kirche

Bei einer Podiumsdiskussion in der Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen führende Kirchenvertreter aus der Ukraine über Glaube im Krieg und eine möglich Aussöhnung mit Russland.
30.06.2026, 17 Uhr
Michael Leh
Den Synodalen Weg in seinem Lauf hält offenbar weder Papst noch Kurie auf: Die eigentlich obsolete deutsche Kommission zur Frauenweihe sucht Mitglieder.
30.06.2026, 11 Uhr
Regina Einig
In würdigem Rahmen und bei magerer Kost ein letztes Gespräch, bevor sich die Wege trennen.
28.06.2026, 05 Uhr
Mario Monte