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Kardinal Woelki spricht Pater Christen Vertrauen aus

„Wir alle machen Fehler, ich auch, und es ist wichtig, dass ein einzelner Fehler nicht alles andere überschattet", meint der Kölner Kardinal Woelki, wiederholt aber gleichzeitig seine Kritik an einzelnen Äußerungen von Pater Romano Christen.
Gespräch zwischen Kardinal Woelki und Pater Christen
Foto: Oliver Berg (dpa) | Kardinal Woelki machte im Gespräch mit dem Pater deutlich, dass er Homosexualität keinesfalls für eine Krankheit hält.

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat am Montag ein ausführliches Gespräch mit dem Direktor des Collegium Albertinum, Pater Romano Christen, geführt. Dabei wiederholte der Kardinal seine Kritik an einzelnen Äußerungen über Homosexualität, von denen er bis zur Berichterstattung in den Medien keinerlei Kenntnis hatte. Kardinal Woelki machte deutlich, dass er Homosexualität keinesfalls für eine Krankheit hält.

Wertvolle Arbeit im Collegium Albertinum

Kardinal Woelki sprach Pater Romano am Ende des Gesprächs sein Vertrauen aus: „Wir alle machen Fehler, ich auch, und es ist wichtig, dass ein einzelner Fehler nicht alles andere überschattet. Pater Romano leistet im Collegium Albertinum wertvolle Arbeit, für die ich ihm ausdrücklich gedankt habe.“

Woelki: Sexualität in der Priesterausbildung nicht tabuisieren

Mit Blick auf die Priesterausbildung sagte der Kardinal: „Wir haben nicht zuletzt durch die schlimmen Erfahrungen des Missbrauchsskandals gelernt, dass wir Sexualität in der Priesterausbildung nicht tabuisieren dürfen, sondern, im Gegenteil, thematisieren müssen. Wir wollen allen Priesteramtskandidaten, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, zu einer vertieften Reflexion über ihre Sexualität verhelfen. Das gehört zur Vorbereitung auf das priesterliche Leben dazu und muss in der Ausbildung seinen festen Platz haben.“

DT/mlu/Erzbistum Köln

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost.

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