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Geistliches Symposium zu Romano Guardini

Am 29. September veranstalten die Familiaren des Deutschen Ordens der Komturei Franken in der Würzburger Innenstadtgemeinde St. Peter und Paul ein Symposium, das an das Wirken und die Bedeutung des Münchner Theologen erinnert. Von Thomas Richter
Symposion zu Romano Guardini in Würzburg
Foto: KNA-Bild (KNA) | Der als Lieblingstheologe des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bekannte Gelehrte hat mehr Facetten zu bieten als sein Bekenntnis zu einer Liturgie, die vom „Wahrheitsgut der Offenbarung“ ganz erfüllt“ sein soll.

„Die Vorherrschaft des Willens und des Willenswertes gibt der Gegenwart ihre Eigenart. Daher ihr rastloses Vorwärtsdrängen, das rasende Zeitmaß ihrer Arbeit, die Hast ihres Genießens. […] Schärfster Tatwille beherrscht alles; das Ethos hat den vollen Vorrang vor dem Logos, die tätige Seite vor der beschauenden.“ Diese treffsichere Diagnose der Gegenwart, entnommen aus Guardinis Werk „Vom Geist der Liturgie“, hat im 21. Jahrhundert nichts an Aktualität verloren.

Im Gegenteil: Die Dynamik der Veränderung ergreift immer mehr Besitz von den Menschen und reißt sie aus der „vita contemplativa“ heraus, deren Erfüllung Guardini in dem zitierten Werk vor allem in einer vollendeten Liturgie sieht. Doch der als Lieblingstheologe des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bekannte Gelehrte hat noch wesentlich mehr Facetten als sein Bekenntnis zu einer Liturgie, die vom „Wahrheitsgut der Offenbarung“ ganz erfüllt“ sein soll.

Namhafte Referenten kommen zum Symposium

Anlässlich des 50. Todestag von Romano Guardini haben sich die Familiaren des Deutschen Ordens der Komturei Franken in Verbindung mit der Würzburger Innenstadtpfarrei St. Peter und Paul dazu entschlossen, am Samstag, den 29. September ein „Geistliches Symposium“ zu veranstalten, das an das Wirken und die Bedeutung des großen Münchner Theologen erinnert.

Der Tag beginnt mit einer Messfeier in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, welcher der Würzburger Pfarrvikar Christian Stadtmüller FamOT vorstehen wird. Für das Symposion konnten namhafte Referenten gewonnen werden, die auch den Lesern der Tagespost bestens bekannt sind. Die an der „Philosophisch-theologischen Hochschule Benedikt XVI.“ in Heiligkreuz lehrende Professorin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz wird zum Thema „Heiliges Geheimnis – Romano Guardinis Wegbahnung zum lebendigen Gott“ sprechen.

Guardinis Leben und Wirken kann für katholische Christen heute wegweisend sein

Professor Peter Schallenberg von der theologischen Fakultät Paderborn wird einen Vortrag über die „Katholische Frömmigkeit bei Romano Guardini“ halten. Die Tatsache, dass Guardini nicht nur eine Gestalt der Wissenschaft ist, sondern sein Leben und Wirken auch für die katholischen Christen unserer Zeit wegweisend sein kann, zeigt der Abschlussvortrag des Symposiums, den Dr. Johannes Modesto, der Postulator des Seligsprechungsverfahrens bestreiten wird: „Guardini auf dem Weg zur Ehre der Altäre.“

Nach dem großen Erfolg des letztjährigen Symposiums über den seligen Kaiser Karl von Österreich, hoffen die Veranstalter ebenfalls aus eine gute Resonanz. Gegen einen Unkostenbeitrag von 25 Euro (für Studenten 20 Euro) können sich interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen gerne unter symposium2018@email.de anmelden. Romano Guardini ist gewiss eine Reise ins frühherbstliche Würzburg wert.

DT

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