Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Spiritualität

Gebetshaus Augsburg erweitert Angebot mit Eucharistischer Anbetung

Im Gebetshaus Augsburg gibt es ab sofort Eucharistische Anbetung. Zur feierlichen Einführung kommt auch der Augsburger Bischof Bertram Maier.
Johannes Hartl ist Gründer des Gebetshaus Augsburg.
Foto: imago/reportandum | Johannes Hartl ist Gründer des Gebetshaus Augsburg. Für ihn geht es nicht darum, das Trennende zu eliminieren, sondern die verschiedenen Glaubensformen wertzuschätzen.

Das Gebetshaus Augsburg verstärkt sein Angebot für Katholiken: Im Oratorium des Hauses wird künftig das Allerheiligste aufbewahrt. Laut einer Mitteilung des Gebetshauses erfolgt die Zeremonie am Mittwoch durch Bertram Meier, den Bischof von Augsburg.

Lesen Sie auch:

Das Gebetshaus ist ein ökumenisches Zentrum, das Menschen verschiedener Konfessionen zur gemeinsamen Anbetung einlädt. Der Geschäftsführer des Gebetshauses, Constantin Maasburg, betonte: „Diese Entscheidung unterstreicht die Offenheit des Gebetshauses für unterschiedliche christliche Traditionen und schafft für Katholiken eine neue Möglichkeit, ihre Spiritualität in einem für sie wichtigen Bereich zu leben.“

Zusätzlicher Raum für katholische Spiritualität

Das Oratorium, ein kleiner Raum für stilles Gebet, existiert laut Gebetshaus bereits seit 2018. Die eucharistische Anbetung stellt nun eine Erweiterung des spirituellen Angebots dar. Dennoch bleibe der zentrale Gebetsraum des Hauses, in dem seit 2011 ununterbrochen gebetet wird, weiterhin ökumenisch geprägt und sehe keine konfessionellen Gebetsformen vor.

Die Eucharistie gilt in der katholischen Lehre als „Quelle und Höhepunkt“ des christlichen Lebens. Durch die Einführung der eucharistischen Anbetung werde den katholischen Besuchern eine ihnen vertraute Form der Gottesverehrung ermöglicht. Gleichzeitig bleibe die Teilnahme freiwillig.

Gebetshausgründer Johannes Hartl erklärte dazu: „Es geht uns nicht nur darum, das Trennende zu eliminieren, sondern darum, die verschiedenen Formen des Glaubens und der Praxis wertzuschätzen. Denn echte Einheit entsteht dort, wo Vielfalt respektiert und gemeinsam gelebt wird.“ Bereits beim Glaubensfestival MEHR, das vom Gebetshaus organisiert wird, wurde die eucharistische Anbetung angeboten. Dies sei nicht als trennendes Element empfunden wurde. Diese Offenheit soll nun weiterhin bestehen.

Das Gebetshaus Augsburg ist eine ökumenische Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den christlichen Glauben auf zeitgemäße Weise erfahrbar zu machen. Neben dem ständigen Gebet bietet das Haus Konferenzen, Schulungen und andere Veranstaltungen an. Das Gebetshaus finanziert sich durch Spenden und wird von etwa 100 Mitarbeitern sowie zahlreichen Ehrenamtlichen getragen. (DT/jna)

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Bertram Meier Eucharistische Anbetung Gebetshaus Augsburg Johannes Hartl Katholikinnen und Katholiken Ökumene

Weitere Artikel

Vorträge, Lobpreis, Gebet und Begegnung im Sinne der Ökumene: 11.000 Christen unterschiedlicher Konfession versammelte die MEHR-Konferenz von Johannes Hartl in Augsburg.
07.01.2026, 19 Uhr
Elisabeth Hüffer
Das größte ökumenische Glaubensfestival im deutschsprachigen Raum von Johannes Hartl ging am Samstag los. 11.000 Teilnehmer sind abends vor Ort.
03.01.2026, 20 Uhr
Meldung
Schneller, höher, weiter: Wie das Forum Altötting der Gemeinschaft Emmanuel Menschen dabei hilft, den Schalter im Alltag umzulegen und Gott neu zu entdecken.
15.08.2026, 17 Uhr
Esther von Krosigk

Kirche

Joseph Zen trat als entschiedener Unterstützer der von China niedergeschlagenen Demokratiebewegung in Hongkong auf. Gegen eine Verurteilung will er vor das Oberste Gericht ziehen.
04.09.2026, 16 Uhr
Meldung
Die heilige Teresa von Kalkutta und die reale Gegenwart Jesu in den Armen.
05.09.2026, 07 Uhr
Pater Brian Kolodiejchuk
Von einer, die vom Balkan auszog, um zunächst im indischen Kalkutta und schließlich weltweit den Ärmsten der Armen das Licht Gottes zu bringen.
04.09.2026, 09 Uhr
Stephan Baier
Unterstützung für Washington und goldene Brücken für Moskau: ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Mariano Barbato über die vatikanische Diplomatie in der Ukrainefrage. 
04.09.2026, 13 Uhr
Benjamin Leven
Beim Katholikentag ging die Nachricht unter. Nun ist klar: Im November wird es keine erste Sitzung der Synodalkonferenz geben, die Hotelzimmer sind storniert. Versandet das Vorhaben?
03.09.2026, 19 Uhr
Benjamin Leven