Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Nach Streit um Synodalen Ausschuss

Deutsche Bischöfe Ende März zu Gesprächen in Rom

Glaubenspräfekt Víctor Manuel Fernández nennt den 22. März als ersten Gesprächstermin. Weitere sollen folgen.
Gespräche zwischen Rom und DBK
Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe | Rom legt Rahmen der Gespräche fest: Homosexualität udn Frauenweihe sind nicht verhandelbar.

Der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Limburger Bischof Georg Bätzing, hatte im Rahmen der jüngst beendeten Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Augsburg Gespräche zwischen DBK und Rom angekündigt. Jetzt ist der Termin bekannt. Wie das Portal "katholisch.de" am Montag berichtet, habe Glaubenspräfekt Víctor Manuel Fernández auf Anfrage den 22. März als Gesprächstermin genannt. Es sei das erste von mehreren Treffen, deren Themen bereits festgelegt worden seien, so Fernández.  

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Kardinalstaatssekretär Petro Parolin hatte den Bischöfen im November letzten Jahres mitgeteilt dass die den Männern vorbehaltene Priesterweihe und die Lehre der Kirche zur Homosexualität nicht verhandelbar seien.

Bätzing hatte Rom Verzögerungstaktik vorgeworfen

Zu Beginn der Vollversammlung hatte Bätzing dem Vatikan noch Verzögerungstaktik vorgeworfen. Gespräche hätten längst geführt und Sorgen des Vatikans zum Synodalen Ausschuss entkräften werden können, sagte er auf der Eröffnungs-Pressekonferenz der Vollversammlung.

Zu erwarten ist, dass der Synodale Ausschuss Gegenstand der Gespräche sein wird. Kurz vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung der DBK hatten Glaubenspräfekt Fernández, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der Präfekt des Bischofsdikasteriums, Kardinal Robert Prevost, die deutschen Bischöfe in einem Brief aufgefordert, die Abstimmung über die Satzung des Synodalen Ausschusses von der Tagesordnung der Vollversammlung zu nehmen. Der Brief sei, so die Kardinäle, dem Papst „zur Kenntnis gebracht und von ihm approbiert worden“.

Zukunft des Synodalen Ausschusses

Bereits im Januar 2023 hatte Rom ein derartiges Gremium verboten. Ob der Synodale Ausschuss dennoch eine Zukunft hat, bleibt fraglich. Selbst die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, zeigte sich „nachdenklich bei der Frage, ob es uns gelingen wird, die bisherige gemeinsame konstruktive Arbeit zwischen den Laien und den Bischöfen in Deutschland weiterzuführen“.

Zweimal hatte es im letzten Jahr bereits Gespräche gegeben: Im Juli des vergangenen Jahres war eine Delegation der DBK zu Gesprächen nach Rom gereist, die laut DBK als Fortsetzung des Ad-Limina-Besuches im November 2022 galten. Dort sei vereinbart worden, „dass die theologischen Fragen und die Fragen der Disziplin, die insbesondere beim Synodalen Weg zutage getreten sind, weiter besprochen werden müssen", so die DBK.

Weitere Gespräche hatten die deutschen Teilnehmer der Weltsynode im Oktober geführt. Mit dabei waren die Bischöfe Bätzing, Felix Genn, Bertram Meier, Stefan Oster und Franz-Josef.Overbeck sowie die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Beate Gilles.  DT/dsc

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