Mätressenherrschaft, Intrigen, Machtgier: Die Jahre zwischen 882 und 1046 stehen für eine schwere Zeit in der Papstgeschichte. Fünfte Folge der Reihe zu den Leo-Päpsten.
Dirk Weisbrod
Ein Gegenpapst ist ein Konkurrent zu einem rechtmäßig gewählten Papst, der meist in Zeiten kirchlicher Spaltung ernannt wurde. Besonders häufig trat dies im Abendländischen Schisma (1378–1417) auf, als Päpste in Rom, Avignon und Pisa rivalisierten. Die Anzahl der historisch erfassten Gegenpäpste schwankt zwischen 25 und 40, abhängig von ihrer Anerkennung und Quellenlage.