Wieder wurde ein Auto als Waffe eingesetzt, um Menschen zu töten. Was treibt Menschen zu solchen Taten, und wer kann uns davor schützen? Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass solche Taten wie in Berlin, Mannheim und Magdeburg dazu geführt haben, dass die Sicherheitskonzepte vielerorts in unseren Städten an diese Lageentwicklung angepasst worden sind. Ordnungsämter, Polizei und Rettungsdienste erarbeiten diese Konzepte gemeinsam. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass eine mögliche Einschränkung der persönlichen Freiheit der Menschen, Brandschutz und Notfallversorgung sowie die Sicherheitsinteressen in einem guten Einklang zueinanderstehen. Ein solches Grundkonzept kann dann lageabhängig angepasst werden.
Beispielsweise dann, wenn davon auszugehen ist, dass sich zu bestimmten Zeiten sehr viele Menschen an einem Ort aufhalten werden. Weihnachtsmärkte, Volksfeste oder andere öffentliche Veranstaltungen geben regelmäßig Anlass zu solchen Anpassungen. Bei der Bluttat von Leipzig handelte es sich höchstwahrscheinlich um eine Amoktat, also um eine Kurzschlusshandlung eines Einzeltäters, der vermutlich keine längere Tatplanung vorausging. Das unterscheidet diese Tat beispielsweise von dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt.
Spezialisiertes Personal und moderne Technik sind gefragt
Immer dann, wenn einer solchen Tat eine Planung vorausgeht, haben die Sicherheitsbehörden zumindest eine kleine Chance, einen möglichen Anschlag zu vereiteln. Hierzu braucht es jedoch spezialisiertes Personal und moderne Technik. Personal- und Sachmittel, die unsere Politik zur Verfügung stellen muss. Wer mehr Sicherheit möchte, muss in mehr Sicherheit investieren. Punkt.
Abschließend sei noch kurz erwähnt, dass das Zusammenspiel von Polizei und Rettungsdienst bei der Bewältigung dieser lebensbedrohlichen Einsatzlage ganz hervorragend funktioniert hat. Das war deshalb so, weil in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche gemeinsame Übungen durchgeführt wurden, die alle Beteiligten auf eine solche (Echt-)Lage vorbereitet und trainiert haben.
Der Autor ist seit 2026 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) im Deutschen Beamtenbund. Ihr gehören nach eigenen Angaben rund 100.000 Mitglieder an.
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