Die aktuellen Zahlen zu gescheiterten Rückführungen zeigen eines deutlich: Unser Staat fordert von den Einsatzkräften, das Recht durchzusetzen – aber er gibt ihnen nicht die notwendigen Werkzeuge dafür. Wenn zwei Drittel aller Abschiebungen im vergangenen Jahr scheitern, liegt das nicht an mangelndem Engagement der Beamtinnen und Beamten, sondern an fehlenden Möglichkeiten, Aufenthaltsorte zuverlässig festzustellen.Wer im Jahr 2026 ernsthaft glaubt, man könne komplexe Rückführungen mit Mitteln des vorigen Jahrhunderts organisieren, verkennt die Realität.Der Vorschlag, künftig auch die Standortdaten von Mobiltelefonen auswerten zu können, ist deshalb nicht nur sinnvoll – er ist überfällig.
Wenn Abschiebungen scheitern
Entscheidungen, die der Staat trifft, muss er auch durchsetzen, meint der stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG).
