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US-Amerikaner wollen mehr Kontrolle bei der Vergabe der Abtreibungspille

Eine Umfrage fördert „erhebliche Zweifel“ an der aktuellen Politik des Gesundheitsministeriums zutage. Lebensrechtler fordern die Trump-Administration zum Handeln auf.
Abtreibungspille Mifeprex
Foto: IMAGO / UPI Photo | 70 Prozent der Wahlberichtigten in den USA, darunter 57 Prozent der linksliberalen Wähler, befürworten die Forderung von Lebensrechtlern, der Abgabe der Abtreibungspille müsse wenigstens ein Arztbesuch vorausgehen.

Sieben von zehn Amerikanern befürworten strengere Regeln beim Vertrieb der Abtreibungspille. Das berichtet das Nachrichtenportal „Life News“ unter Berufung auf eine bundesweite Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „McLaughlin & Associates“. Demnach befürworteten 70 Prozent der Wahlberichtigten in den USA – darunter 57 Prozent der linksliberalen Wähler – die Forderung von Lebensrechtlern, der Abgabe der Abtreibungspille müsse wenigstens ein Arztbesuch vorausgehen. Ebenso stimmen sieben von zehn Wählern der Aussage zu, es sei „sinnvoll“, die von der US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA unter der Administration des früheren US-Präsidenten Joe Biden abgeschafften Sicherheitsvorkehrungen wieder einzuführen. 

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Obwohl sich in der Umfrage eine Mehrheit der Wähler gegen ein Verbot von Abtreibungen aussprachen, offenbarten sie insgesamt „erhebliche Zweifel“ an der Sicherheit der aktuellen Politik der FDA, die den Versand der Abtreibungspille ohne vorherigen Arztbesuch per Post erlaubt.

Lebensrechtler: Täglich neue Horrorgeschichten

Marjorie Dannenfelser, Präsidentin der US-weiten Lebensrechtorganisation „Susan B. Anthony Pro-Life America“, begrüßte die Umfrageergebnisse. „Die schädlichen Auswirkungen der Aufhebung von Sicherheitsvorkehrungen für Abtreibungspräparate durch Bidens FDA, wie beispielsweise persönliche Arztbesuche, sind ein Thema, das Wähler aller Couleur einhellig verbindet. Da immer mehr Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass diese Präparate weitaus gefährlicher sind als angegeben, und Tag für Tag neue Horrorgeschichten von Frauen auftauchen, denen die Pille gegen ihren Willen verabreicht wurden, sowie solchen, die anschließend in der Notaufnahme landeten oder sogar zusammen mit ihren Babys starben, sind die Bedenken der Amerikaner mehr als berechtigt. Selbst eine große Mehrheit der liberalen Wähler ist sich einig, dass persönliche Arztbesuche und die Überprüfung auf Zwang und Missbrauch einfach nur vernünftig sind, doch die FDA unter Biden hat sie rücksichtslos beiseite geschoben, um eine Pro-Abtreibungs-Agenda voranzutreiben“, so Dannenfelser.

Anfang des Monats hatten sich nach der Zulassung einer weiteren generischen Abtreibungspille durch die FDA 51 US-Senatoren unter der Führung von Senator Lindsey Graham einen Brief an US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und FDA-Kommissar Marty Makary, in dem sie beide zu raschem Handeln aufforderten.

Dannenfelser: Regierung soll Willen der Bevölkerung berücksichtigen

Dannenfelser erklärte wörtlich: „Die Trump-Regierung hat eine erneute Überprüfung der Beweise für die Risiken von Abtreibungsmedikamenten versprochen, und wir warten gespannt darauf, dass sie dies auch umsetzt. Im Moment sollte sie zumindest die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und den Willen der Bevölkerung berücksichtigen und sofort die persönlichen Arztbesuche wieder einführen, die es vor Bidens schädlicher COVID-Politik gab. Einundzwanzig Bundesstaaten, deren Gesetze untergraben werden und deren schutzbedürftigste Bevölkerungsgruppen durch die Flut von Präparaten aus anderen Bundesstaaten bedroht sind, werden ihr dafür dankbar sein.“  DT/reh

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