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Syrien-Konflikt: Hilfswerke kritisieren rigide US-Flüchtlingspolitik

Nur elf Syrer erhielten im laufenden Jahr ein Bleiberecht in den Vereinigten Staaten. Kirche in Not USA spricht von einer besonders unfairen Einwanderungspolitik gegenüber christlichen Flüchtlingen.
US-Präsident Trump bei Kabinettstreffen
Foto: Evan Vucci (AP) | Hat in diesem Jahr erst elf Syrern eine Aufenthaltserlaubnis in den Vereinigten Staaten erteilt: US-Präsident Donald Trump.

Während US-Präsident Donald Trump mit der Unterstützung Frankreichs und Großbritanniens militärisch im Syrien-Konflikt interveniert hat, zeigt sich seine Regierung weiterhin äußerst zurückhaltend bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Angaben des Außenministeriums zufolge erhielten im laufenden Jahr bisher nur elf Syrer ein Aufenthaltsrecht in den Vereinigten Staaten. 2016 hatte die Zahl im gleichen Zeitraum noch bei 790 gelegen. Diese Abschottungshaltung kritisieren viele Katholiken in hochrangigen Positionen. Bill O'Keefe, der sich für das katholische Hilfswerk Catholic Relief Services (CRS) um die Beziehungen zur US-Regierung kümmert, nannte den drastischen Rückgang der syrischen Neuankömmlinge „äußerst bedenklich“. „Millionen von Syrern sind weiterhin vertrieben, gefangen in einem Netz aus Gewalt und Stellvertreterkriegen“, so O'Keefe gegenüber der katholischen US-Nachrichtenagentur EWTN News. Die USA hätten stets die Flüchtlinge aufgenommen, die am gefährdetsten seien und schreckliche Traumata erlitten hätten, unter ihnen auch Syrer. Sie seien die Nachbarn, die zu lieben Christus im Evangelium gelehrt hätte, fügte er hinzu.

Edward Clancy von der katholischen Hilfsorganisation Kirche in Not USA, gab im Gespräch mit EWTN zu bedenken, dass die US-Einwanderungspolitik in den vergangenen Jahren gegenüber christlichen Flüchtlingen „besonders unfair“ gewesen sei. Daher wolle man für die Christen im Nahen Osten sprechen, die keine Stimme hätten. Clancy forderte Katholiken und Christen im Allgemeinen dazu auf, den Kontakt zu ihren politischen Repräsentanten zu suchen, um Bedenken über die Politik zu äußern, von der Syrer und andere Flüchtlinge betroffen seien.

Im Laufe des mehrjährigen Bürgerkriegs sind mehr als zehn Millionen Syrer aus ihrer Heimat vertrieben worden. Viele von ihnen suchten Zuflucht in Nachbarländern wie Jordanien oder dem Libanon. 2016 nahmen die Vereinigten Staaten noch 15 000 syrische Flüchtlinge auf. Doch schon ein Jahr später belief sich die Zahl nur noch auf 3 000. Für das Jahr 2018 hat der republikanische Präsident Trump die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die die USA aufnehmen werde, auf 45 000 begrenzt.

DT/mlu

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Bleiberecht Donald Trump Einwanderungspolitik Jesus Christus US-Regierung

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