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Social-Media-Nutzen für Politik: Deutsche gespalten

Wäre die Politik ohne Social Media weniger chaotisch? Eine „Tagespost“-Umfrage dazu ergibt kein klares Stimmungsbild.
Olaf Scholz - Ein Social-Media-Star?
Foto: Christoph Soeder (dpa) | Ein Social-Media-Star? Bundeskanzler Olaf Scholz macht beim Hessenfest in der Hessischen Landesvertretung beim Bund mit Besuchern Selfies.

Ob die Politik ohne Social Media weniger chaotisch wäre, darüber kann kein klares Stimmungsbild ermittelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. 37 Prozent lehnen die Aussage ab, wohingegen 36 Prozent ihr zustimmen. Mit 24 Prozent geben allerdings auch viele Befragte an, dass sie hierüber kein Urteil fällen können. Weitere drei Prozent möchten keine Angabe machen. 

Auch Katholiken gespalten

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Ohne Social Media wäre die Politik vermutlich weniger chaotisch.“ Hinsichtlich dieser Aussage können deutliche Geschlechterunterschiede ermittelt werden: Männliche Befragte stimmen der Aussage relativ-mehrheitlich zu (43 Prozent), wohingegen sie weibliche mehrheitlich ablehnen (40 Prozent). 

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Auch die Befragten christlichen Glaubens sind in ihrer Einschätzung gespalten. Von den katholischen Befragten stimmen 38 Prozent der Aussage zu, 37 Prozent tun dies nicht. Bei den Protestanten ist das Bild etwas anders: Zwar stimmen ebenfalls 38 Prozent der Aussage zu, jedoch lehnen sie nur 32 Prozent ab. Ganz anders fällt das Bild bei freikirchlichen Befragten aus: Nur 24 Prozent sind der Meinung, dass die Politik ohne Social Media weniger chaotisch wäre, 58 Prozent stimmen dem nicht zu. 

Die Erhebung, für die 2.008 erwachsene Personen vom 07. bis 10. Juli befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteizugehörigkeit auf. Wähler der Linkspartei (40  Prozent), der FDP (43 Prozent) und der AfD (50 Prozent) lehnen diese Aussage jeweils mehrheitlich ab, wohingegen Wähler der Union (39 Prozent), der SPD (45 Prozent) und der Grünen (47 Prozent) ihr jeweils relativ-mehrheitlich zustimmen.

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