Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Rechtschreibung

Prien verbietet Gendersternchen in Ministeriumsschreiben

Die CDU-Politikerin setzt auf klassische Rechtschreibung und fordert eine inklusive Sprache ohne Sonderzeichen. Die neue Hausanordnung gilt ab sofort.
Karin Prien, Bildungsministerin
Foto: Imago/Bernd Elmenthaler | Bildungsministerin Karin Prien kündigte bei einer Personalversammlung neue Schreibregeln für ihr Ministerium an.

Karin Prien, Ministerin für Bildung und Familie im Kabinett Merz, hat ihren Beamten mit sofortiger Wirkung die Nutzung von Gendersternchen und Binnen-I untersagt. Wie die Zeitung „Bild“ berichtet, wurde die neue Hausanordnung bei einer internen Personalversammlung vorgestellt.

Lesen Sie auch:

Demnach sollen sämtliche Mitarbeiter des Ministeriums in ihrer internen und externen Kommunikation — etwa in E-Mails, Vermerken oder Gesetzesvorlagen, ausschließlich nach den Regeln des Rates für deutsche Rechtschreibung schreiben. Damit sind gendergerechte Sonderzeichen wie das Sternchen („Lehrer*innen“) oder das große Binnen-I („LehrerInnen“) künftig untersagt.

Stattdessen seien Formulierungen wie „Lehrerinnen und Lehrer“ zu verwenden. Anlass für die Maßnahme sei laut Prien das Anliegen, auch jene Bürger anzusprechen, „die zu oft und wieder zunehmend an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden“. Die Ministerin wolle das „nicht als Aktivistin machen, sondern aus der Sache heraus für das Recht jeder einzelnen Person.“

Lesen Sie auch:

Einheitlichkeit in der Sprache gefordert Prien erklärte weiter: „Es wird Sie deshalb nicht wundern, dass wir in der neuen Hausanordnung, die heute Nachmittag veröffentlicht wird, nicht nur die Regeln der Mitzeichnung gestrafft haben, sondern auch ganz klar anweisen, dass aus unserem Haus nach den Regeln des Rechtschreibrates kommuniziert wird und wir inklusiv schreiben, aber eben ohne Sternchen und Binnen-I.“ Zudem rief sie ihre Mitarbeiter dazu auf, sich stets bewusst zu machen, „dass wir für die Bürgerinnen und Bürger da sind“. Kommunikation müsse adressatengerecht erfolgen, und es gelte, „immer wieder die Sinnhaftigkeit unseres Handelns nachzuweisen“. DT/jna

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Karin Prien

Weitere Artikel

Nur noch neun Monate Elterngeld? In der Haushaltsdebatte verteidigt Familienministerin Karin Prien geplante Einschnitte. Ob die Kürzungen so kommen, steht aber in den Sternen.
15.09.2026, 09 Uhr
Jakob Ranke
Im Januar wird ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Das Kandidatenkarussell dreht sich bereits jetzt. Die „Tagespost" stellt die heißesten Anwärter vor.
01.08.2026, 09 Uhr
Sebastian Sasse
Sambias gerade wiedergewählter Präsident Hakainde Hichilema ist anders als seine Amtskollegen: Unternehmer, einer der reichsten Männer des Landes und bekennender Christ.
19.09.2026, 09 Uhr
Michael Gregory

Kirche

Nachdem die Szene im Internet als eucharistisches Wunder gedeutet wurde, stellt Pfarrer Brent Bowman klar: Er habe eine „persönliche geistliche Erfahrung“ gemacht.
18.09.2026, 10 Uhr
Dorothea Schmidt
Gleicher Lohn für ungleiche Arbeit, davon spricht das Gleichnis vom Weinberg. Denn Gottes Barmherzigkeit funktioniert anders als menschliche Gerechtigkeit.
19.09.2026, 21 Uhr
Margarete Strauss
Trump beruft Bischof Barron in die Kommission für internationale Religionsfreiheit. Das lässt hoffen, dass er die oft so befremdlich agierende US-Regierung mit Augenmaß zum Nachdenken anregt.
18.09.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Der Heilige Stuhl hat mehrere protokollarische Wünsche der französischen Regierung für die Reise Leos XIV. abgelehnt.
16.09.2026, 18 Uhr
Meldung