Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kommentar um „5 vor 12“

RAF-Romantik in Zeiten der „Hammerbande“

Der Solidaritätsbesuch von Katrin Göring-Eckardt bei der mutmaßlichen Linksterroristin Maja T. zeigt: Politische Gewalt wird verharmlost, wenn sie von links kommt.
Maja T. betritt den Gerichtssaal in Budapest
Foto: IMAGO/Daniel Alfoldi (www.imago-images.de) | RAF-Vibes in Budapest: Polizist mit Maschinenpistole, Attentäter vor Gericht. Und auch die linke Sympathie zu politischer Gewalt ist wieder da.

Die als „Hammerbande“ bekannte linksextremistische Terrorgruppe um die in Deutschland zu jahrelanger Haft verurteilte Lina E. ist für brutalste Gewalttaten verantwortlich. Bei einem Anschlag in Budapest im Jahr 2023 gingen die Täter mit Hämmern, Teleskopschlagstöcken, Eisenstangen und Pfefferspray auf ihre Opfer los und zielten dabei vor allem auf deren Köpfe. Das Resultat: schwerste Verletzungen wie Schädelbrüche und multiple Frakturen. Dass es dabei gegen echte oder vermeintliche „Rechte“ oder „Neonazis“ ging, ist für viele Linke und ihre medialen Sympathisanten genug, sich mit den gewissenlosen Tätern zu identifizieren, die ihre Opfer zum Teil allein aufgrund ihrer Kleidung aussuchten.

Lesen Sie auch:

Die Liebe der Linken zu politisch motivierten Berufsverbrechern ist hinlänglich aus der Zeit der RAF bekannt. Offenbar besteht diese Affinität weiterhin. Anders ist nicht zu erklären, dass die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) zusammen mit ihren Parteifreunden, dem Europaabgeordneten Daniel Freund und der Jenaer Stadträtin Christina Prothmann, zu einem Solidaritätsbesuch bei Maja T. in Budapest war. Maja T., die sich als non-binäre Person bezeichnet, sitzt in der ungarischen Hauptstadt in Untersuchungshaft, weil sie an den Anschlägen der Hammerbande von 2023 beteiligt gewesen sein soll.

Linke Politiker vom Schlage Göring-Eckardts verharmlosen durch solche Aktionen politische Gewalt, solange sie nur von links kommt, und untergraben damit das friedensstiftende Gewaltmonopol des Staates. Aber auch die Medien tragen daran eine Mitschuld, wenn sie wie der „Spiegel“ Maja T. verharmlosend als „linke Aktivistin“ statt als mutmaßlichen Terroristen titulieren.

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Sebastian Ostritsch Bündnis 90/ Die Grünen Katrin Göring-Eckardt

Weitere Artikel

2026 wird spannend: Wenn sogar ein Peter Tauber anders mit der AfD umgehen will, kommt bei der Union langsam aber sicher etwas ins Rollen.
19.10.2025, 11 Uhr
Jakob Ranke

Kirche

Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Mirko Cavar, früher Freikirchler, heute Katholik, lobt die Ökumene bei der MEHR-Konferenz. Er meint, die einzelnen Konfessionen könnten viel voneinander lernen.
08.01.2026, 13 Uhr
Elisabeth Hüffer
Der US-Bischof kritisiert den deutschen Sonderweg und plädiert für eine Synodalität, welche auf pastorale Praxis statt dauerhafte Grundsatzdiskussionen setzt.
09.01.2026, 10 Uhr
Meldung