Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung PODGORICA

Montenegro legalisiert Homo-Partnerschaften

Adoption von Kindern bleibt jedoch heterosexuellen Paaren vorbehalten
Montenegro legalisiert Homo-Partnerschaften
Foto: Jens Büttner (ZB) | Montenegro legalisiert Homo-Partnerschaften.

Das nur 622.000 Einwohner zählende Balkan-Land Montenegro (Crna Gora) erlaubt nun gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die der Ehe rechtlich weitgehend gleichgestellt werden. Am Mittwochabend stimmten 42 Parlamentarier für ein entsprechendes Gesetz, fünf stimmten dagegen. Die Adoption von Kindern bleibt homosexuellen Paaren allerdings verwehrt.

Lesen Sie auch:

Serbisch- Orthodoxe Kirche ist dagegen

Gegen das neue Gesetz hatte sich im Vorfeld vor allem die Serbisch-Orthodoxe Kirche im Lande gewandt. Sie ist zwar die größte Glaubensgemeinschaft in Montenegro, steht allerdings seit Monaten unter massivem politischen Druck, weil die Regierung die von Belgrad unabhängige montenegrinische Orthodoxie favorisiert.

Ministerpräsident Duško Markovic begrüßte die Verabschiedung des Gesetzes als „großen Schritt in die richtige Richtung für die montenegrinische Gesellschaft, ihre demokratische Reife und den Integrationsprozess“. In Montenegro gebe es „keinen Ort für Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung und es sollte keinen geben“, so Markovic.

DT/sba

 

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion Orthodoxe Kirche Serbisch-Orthodoxe Kirche

Weitere Artikel

Chesterton steht für geistige Brillanz, Jägerstätter für moralische Radikalität, Lewis für mythische Imagination. Doch bedingt ist dies bei allen durch eine Frau.
31.05.2026, 17 Uhr
Daniela Köder
Alkohol, Drogen, Vergewaltigung, Selbstmordversuch: Olivia Maurel steht am Abgrund. Als sie mit 30 Jahren die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt, geht es langsam wieder aufwärts.
20.03.2026, 21 Uhr
Sina Hartert

Kirche

Die neue Verfassung des Vatikanstaats berücksichtigt, dass eine Ordensfrau einer Kardinalskommission vorstehen und das Governatorat leiten kann.
05.08.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Keine Messe, keine Beichte, keine Eheschließung bei den Piusbrüdern, empfiehlt der Münsteraner Bischof und DBK-Vorsitzende. Auch für die „alte Messe“ erlässt er Regeln.
04.08.2026, 14 Uhr
Meldung
Franz von Assisi und Carlo Acutis – auf den ersten Blick zwei unterschiedliche Heilige. Sie verbindet aber auch manches.
04.08.2026, 07 Uhr
Jonas Grüßem