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Mike Pence: „Gott ist noch nicht fertig mit Amerika“

Die Basis der Freiheit sei der Glaube, so der republikanische Politiker. Katholiken fordert er auf, sich öffentlich für ihre Werte einzusetzen.
Mike Pence, republikanische Politiker
Foto: IMAGO/Brian Cahn (www.imago-images.de) | Er sei überzeugt so Pence weiter, dass die große Mehrheit der Amerikaner noch immer die „Heiligkeit menschlichen Lebens“, der Ehe sowie traditionelle Werte schätze.

Der frühere amerikanische Vizepräsident Mike Pence hat die US-Katholiken dazu aufgefordert, ihren Glauben „mutig im öffentlichen Raum auszuleben“. Und er ergänzte: „Gott ist noch nicht fertig mit Amerika.“ Pence, der sich selbst für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewirbt, betonte, dass es noch nie wichtiger gewesen sei als heute, dass sich praktizierende Katholiken „zum Wohl unserer Kinder, unserer Familien und unserer Zukunft“ öffentlich für ihre Werte einsetzen würden.

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Der 64-jährige Pence äußerte sich am Wochenende im kalifornischen Napa bei einer Veranstaltung vor Hunderten von führenden Katholiken des Landes, die vom gemeinnützigen „Napa Institute“ ausgerichtet wurde. Zwar würden Priester, Bischöfe und sonstige Geistliche überall in Amerika in den Kirchen den Weg vorgeben, so Pence. Es sei jedoch das amerikanische Volk, das hervortreten müsse, „denn ich glaube von ganzem Herzen, dass die Basis Amerikas die Freiheit ist. Doch die Basis der Freiheit ist der Glaube“.

Katholisch erzogen, zum Protestantismus konvertiert

Pence wurde von seinen Eltern katholisch erzogen, entfernte sich jedoch später von der Katholische Kirche. In den 90er Jahren wandte er sich dem evangelikalen Protestantismus zu, dem er noch heute angehört.  

Die Rede des republikanischen Politikers und ehemaligen Gouverneurs des Staates Indiana erfolgte im Rahmen der jährlichen „Sommerkonferenz“ des Instituts. Diese soll laut den Veranstaltern dazu dienen, prominente Vertreter der Katholische Kirche in den USA für Reden, Diskussionen und spirituelle Bereicherung zusammenzubringen. Pence erklärte, es sei derzeit leicht, sich „machtlos“ zu fühlen. In einer Zeit, in der sich die Kultur „von den zeitlosen werten unseres Glaubens entfernt“, müsse man sich die Frage in Erinnerung rufen: „Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?“

Er sei überzeugt so Pence weiter, dass die große Mehrheit der Amerikaner noch immer die „Heiligkeit menschlichen Lebens“, der Ehe sowie traditionelle Werte schätze. In seiner Rede sprach sich Pence auch für ein landesweites Abtreibungsverbot ab der 15. Woche einer Schwangerschaft aus und schlug vor, Behandlungen zum Geschlechtswechsel Minderjähriger zu untersagen. 

Bruch mit Trump

Pence arbeitete lange Zeit als loyaler Vizepräsident an der Seite Donald Trumps. Nach dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 kam es jedoch zum Bruch mit Trump, nachdem sich Pence geweigert hatte, Trumps Versuche zu unterstützen, den Wahlsieg Joe Bidens zu kippen. Im Juni kündigte Pence dann seine eigene Präsidentschaftskandidatur für 2024 an. Bislang liegt er in Umfragen jedoch weit abgeschlagen hinter Trump und Floridas Gouverneur Ron DeSantisDT/mlu

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