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Menschenrechtler: Erdoğan darf Besuch nicht für politische Zwecke nutzen

Der türkische Präsident müsse alles unterlassen, was Menschen unterschiedlicher Ethnien, Religionsgemeinschaften und Kulturen beleidige, so die Gesellschaft für bedrohte Völker.
Der Türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan
Foto: IMAGO/Sergey Guneev (www.imago-images.de) | Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) forderte anlässlich des kurzfristig angekündigten Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan Bundeskanzler Olaf Scholz auf, gegenüber Erdoğan auf ...

Nach der scharfen Kritik am „Wolfsgruß“-Jubel des türkischen Fußball-Nationalspielers Merih Demiral wird das EM-Viertelfinale am Samstag in Berlin zur politischen Bühne. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) forderte anlässlich des kurzfristig angekündigten Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan Bundeskanzler Olaf Scholz auf, gegenüber Erdoğan auf diplomatischem Weg Klartext zu reden.

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„Erdoğan muss alle Botschaften, Gesten und Äußerungen unterlassen, die Menschen unterschiedlicher Ethnien, Religionsgemeinschaften und Kulturen beleidigen und provozieren. Das sollte Bundeskanzler Scholz im Vorfeld des EM-Spiels unmissverständlich klarstellen“, betonte GfbV-Nahostreferent Kamal Sido in Göttingen. „Sollte Erdoğan sich dazu nicht bereiterklären, müssen Scholz und die gesamte deutsche Bundesregierung den türkischen Machthaber offiziell ausladen“, forderte er. 

Friedliches Zusammenleben in Deutschland nicht gefährden

Der Präsident eines anderen Staates dürfe das friedliche Zusammenleben in Deutschland nicht gefährden. Das Zeigen des Wolfsgrußes wäre ein gezielter Affront, der nicht hingenommen werden dürfe, betonte Sido.

Der türkische Nationalspieler Merih Demiral hatte sein zweites Tor beim Sieg im Achtelfinale gegen Österreich am Dienstag in Leipzig mit der Geste gefeiert, die der rechtsextremistischen Bewegung der „Grauen Wölfe“ zugeordnet wird. Unter anderem Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies scharf kritisiert. „Die Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen,“ so Faeser. Daraufhin hatte die Türkei am Mittwoch den deutschen Botschafter einbestellt.  DT/chp

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