Eine relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft als Mittel zur Erfüllung eines Kinderwunsches ab. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hervor. 41 Prozent der 2.005 vom 17. bis 20. Juli befragten Personen stimmen der Aussage zu, dass der Wunsch nach einem eigenen Kind keine Leihmutterschaft rechtfertigt. 36 Prozent widersprechen, 19 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“.
Zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen zeigen sich jedoch Unterschiede. Unter den Männern lehnen 44 Prozent Leihmutterschaft als Rechtfertigung für einen Kinderwunsch ab, bei den Frauen sind es 39 Prozent. In Ostdeutschland fällt die Ablehnung mit 42 Prozent etwas stärker aus als im Westen mit 41 Prozent.
Am deutlichsten sprechen sich Freikirchler gegen Leihmutterschaft aus. 62 Prozent vertreten die Auffassung, dass ein Kinderwunsch keine Leihmutterschaft rechtfertigt. Unter Katholiken stimmen 44 Prozent dieser Aussage zu, unter landeskirchlichen Protestanten 41 Prozent. Auch bei Parteianhängern zeigen sich Unterschiede. Am stärksten lehnen Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) die Leihmutterschaft ab, gefolgt von den Anhängern der Unionsparteien. Bei den Grünen halten sich Gegner und Befürworter mit jeweils 41 Prozent die Waage. DT/jna
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