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Der Kongo als Objekt der Begierde

Belgiens düstere Schatten in dem afrikanischen Land werden erst jetzt aufgearbeitet, doch die Leiden dauern an.
Kongo
Foto: IMAGO/Frederic Andrieu / Bestimage (www.imago-images.de) | Der belgische König Philippe (rechts) und seine Frau Mathilde besuchten den Kongo im Juni 2022, wo sie von Präsident Félix Tshisekedi empfangen wurden. Doch die Verbrechen unter Leopold II. überschatten bis heute die Entwicklungen im finsteren Herzen Afrikas.

Kann es ein „Märtyrerland“ geben, ähnlich wie ein „Märtyrervolk“ oder eine „Märtyrerkirche“, in der Menschen wegen ihres Glaubens in erschütterndem Maße verfolgt werden? Mit Blick auf den Kongo drängt sich diese Frage auf. Kongo, das als „Republik Kongo“ vor genau 66 Jahren unabhängig wurde und durch den erst jetzt ernsthaft begonnenen Aufarbeitungsprozess kolonialer Gräuel Belgiens ins Zentrum der internationalen Dekolonialisierungsdebatte gerückt ist, gehört zu den Staaten Afrikas, die unter dem Regiment europäischer Kolonialisten am meisten gelitten haben. Die Geschichte Kongos gilt als eines der erschütterndsten Beispiele kolonialer Ausbeutung in Afrika.

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