Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Politik

Kritik an Bannmeile vor Abtreibungskliniken

Den Freiheits- und Selbstbestimmungsinteressen der Schwangeren steht nichts weniger als das Grundrecht des ungeborenen Kindes auf Leben und seine Menschenwürde gegenüber, so CDL-Vorstandsmitglied Friederike Hoffmann-Klein.
Demonstrationen gegen Abtreibung
Foto: Paul Zinken (dpa) | Das „Pro-Choice-Paradigma“ deute die Anwesenheit von Lebensschützern vor Kliniken und Beratungsstelen als einen Angriff auf die Entscheidungsfreiheit, so Hoffmann-Klein.

Immer wieder versuchen Abtreibungsaktivisten, durch die Durchsetzung von Bannmeilen Mahnwachen vor Abtreibungskliniken oder Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen zu unterbinden. Kritik daran übt Friederike Hoffmann-Klein, Mitglied im Bundesvorstand der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL). So solle bewusst der Einfluss von Pro-Life-Kundgebungen geschwächt werden, schreibt die Juristin in einem Gasbeitrag für die „Tagespost“.

Abtreibungsbefürworter sehen Bannmeilen als Schutzmaßnahme gegen "radikale Aktivisten"

Abtreibungsbefürworter sähen Bannmeilen als Maßnahme zum Schutz vor „radikalen Aktivisten“. Stets würden diese mit der falschen Behauptung gerechtfertigt, dass Frauen durch die Pro-Life-Aktivisten belästigt würden. Hoffmann-Klein bedauert, dass auch der Koalitionsvertrag zwischen der CDU und den Grünen in Hessen für einen „unbedrängten, diskriminierungsfreien und unbeeinflussten Zugang“ zur Beratung eintritt.

„Den Freiheits- und Selbstbestimmungsinteressen der Schwangeren steht nichts weniger als das Grundrecht des ungeborenen Kindes auf Leben und seine Menschenwürde gegenüber“, schreibt Hoffmann-Klein. Das „Pro-Choice-Paradigma“ deute die Anwesenheit von Lebensschützern jedoch als einen Angriff auf die Entscheidungsfreiheit.

Kein Anspruch auf "störungsfreie Beratungen"

Weiter argumentiert die Juristin, dass sich aus dem Schwangerschaftskonfliktgesetz zwar ein Anspruch auf anonyme Beratung ergebe, „aber eben nicht auf ,störungsfreie Beratungen'“. Eine Bannmeile lasse sich so nicht rechtfertigen.

DT

Was die Gesetzgebung zu Bannmeilen vor Abtreibungskliniken sagt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 10. Januar.

Themen & Autoren
CDU Christdemokraten für das Leben Menschenwürde

Weitere Artikel

Wie sich eine „Diktatur des Relativismus“ anfühlen würde, darauf gab das „Glaubenstribunal“ der Wiener Festwochen einen erschreckenden Vorgeschmack.
01.06.2026, 11 Uhr
Stephan Baier
Der Gott des Alten Testaments ist heute vielen in seinen Handlungen nicht mehr einsichtig. Bei weitem zu Unrecht. 
30.05.2026, 05 Uhr
Lorenz Jäger
In der Causa Brosius-Gersdorf stellt sich CDU und CSU die Gretchenfrage, schreibt die CDL-Bundesvorsitzende Susanne Wenzel: Wie halten sie es mit dem christlichen Menschenbild?
16.07.2025, 08 Uhr
Susanne Wenzel

Kirche

Dort, wo das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus entstand, feiern Tausende in dieser Woche wieder Gottes bedingungslose Liebe. Erzbischof Gänswein und Erzbischof Koch sind dabei.
08.06.2026, 18 Uhr
Meldung
Im spanischen Parlament nennt Leo XIV. den Frieden eine „moralische Notwendigkeit“. Die Bischöfe erinnert er daran, dass die Stärke der Kirche in der Heiligkeit ihrer Kinder liege.
08.06.2026, 13 Uhr
José García
Leo XIV. empfing eine rund 100-köpfige Delegation des Cartellverbandes (CV) zur Audienz. Dabei rief der Papst zum „christlichen Humanismus“ auf.
07.06.2026, 14 Uhr
Sebastian Zellner
Eines Tages wird Prinz William traditionsgemäß auch „Head“ der Anglikanischen Staatskirche werden. Lässt er sich vom Amtsverständnis seines Vaters inspirieren?
07.06.2026, 15 Uhr
Alexander Görlach