Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Berlin

Kommentar um "5 vor 12": Das war eine überzeugende Demonstration

Die deutsche Lebensschutzbewegung ist jung, fröhlich und in richtiger Weise tolerant. Die Demonstration in Berlin hat das erneut gezeigt.
Marsch für das Leben 2020
Foto: Peter Winnemöller | Marsch für das Leben 2020 mit Abstand und Masken.

Die eigentliche Überraschung des „Marsches für das Leben“ in Berlin waren nicht die Mund-und-Nasenbedeckungen, welche die mehr als 3.000 Teilnehmer angesichts der Corona-Auflagen in diesem Jahr trugen. Sondern wessen Gesichter sie verbargen. Und die waren erstmals überwiegend jung.

Lebensschutz ist jung

Lesen Sie auch:

Auch wenn ganz sicher viele Ältere in diesem Jahr aus Angst vor Ansteckung dem Marsch durch die Hauptstadt ferngeblieben sein dürften – schließlich gehören sie zu denen, für die eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 besonders gefährlich sein kann – so ist doch klar: Der Anteil der jugendlichen Marschteilnehmer, der schon seit Jahren kontinuierlich wächst, hat in diesem Jahr noch einmal signifikant zugenommen. Dazu tragen sicher auch die seit ein paar Jahren von der „Jugend für das Leben“ organisierten Pro-Life-Kongresse bei. Und doch erklärt deren Event-Charakter nicht alles. Für die Mehrheit der Teilnehmer ist das Engagement für den Lebensschutz längst fester Bestandteil ihres Alltags geworden.

Jedes Leben ist akzeptiert

Das ist besonders bemerkenswert, weil die meisten von ihnen Schwangerschaft und Elternschaft erst noch vor sich haben. Was sie fordern, bindet also zunächst sie selbst. Die „Kultur des Todes“ kann sich warm anziehen. Denn nichts überzeugt andere so sehr, wie diejenigen, die aktiv vorleben, was sie sich von Politik und Gesellschaft wünschen. Die Akzeptanz eines jeden Lebens: ob jung oder alt, gesund oder krank, schwarz oder weiß.

Einen ausführlichen Bericht mit Stimmen und Hintergründen lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Stefan Rehder Bundesverband Lebensrecht Jugend für das Leben Lebensrechtsbewegung

Weitere Artikel

Wie der Erzbischof von Köln zum Stargast einer Fachtagung des Bundesverbands Lebensrecht in der „Woche für das Leben“ in Köln wurde.
25.04.2024, 19 Uhr
Stefan Rehder
Katholikentag und § 218: Nicht nur das ZdK ist an der einseitigen Veranstaltung zur Abtreibungsfrage schuld, schreibt Manfred Spieker.
16.06.2024, 19 Uhr
Manfred Spieker

Kirche

Die Eucharistische Prozession macht Halt in Champion, dem einzigen anerkannten Marienerscheinungsort der USA. Mehr als 2.000 Gläubige schließen sich dort der Prozession an.
24.06.2024, 14 Uhr
Kai Weiß
Wieder eine Aufgabe für den Sekretär von Benedikt XVI.: Die Zeit der gespannten Beziehungen zu Franziskus ist beendet.
24.06.2024, 12 Uhr
Guido Horst
Der Bischof von Dresden-Meißen lud ein, eigene Grenzen und Ängste zu überwinden und Jesus ganz zu vertrauen. Landesbischof Bilz lobte die verschiedenen Gruppen der Kirche.   
23.06.2024, 14 Uhr
Meldung