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Kieler Posse

Wie die Opposition im Kieler Landtag ein katholisches Krankenhaus zum Spielball ihrer Interessen zu machen sucht.
DIAKO-Krankenhaus in Flensburg
Foto: IMAGO / Willi Schewski | Überall in Deutschland werden die allermeisten Abtreibungen ambulant in Arztpraxen vorgenommen. So auch in Schleswig-Holstein, weshalb in dem DIAKO-Krankenhaus in Flensburg seit 2021 keine einzige stationäre ...

In Flensburg steht ein Krankenhaus. Das ehemalige evangelische DIAKO-Krankenhaus erregt seit Wochen die Gemüter im Kieler Landtag, ganz besonders die der Opposition von SPD, FDP und des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW). Der Grund: Nach der Fusion mit dem Malteser Fördeklinikum Sankt Katharina dürfen an dem Krankenhaus seit Monatsbeginn keine vorgeburtlichen Kindstötungen nach der Beratungsregelung mehr durchgeführt werden.

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Grund genug für die Opposition, eine Debatte im Kieler Landtag vom Zaun zu brechen. In einem gemeinsamen Antrag (Drucksache 20/4077) verlangen die Oppositionsparteien, die Landesregierung müsse „unverzüglich“ für ein ausreichendes ambulantes und stationäres Angebot an Schwangerschaftsabbrüchen im Raum Flensburg sorgen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Birte Pauls, fordert gar die Errichtung eines vom Land geförderten ambulanten gynäkologischen Versorgungszentrums und warf der CDU-geführten Landesregierung vor, sie lasse „Frauen in Not alleine“. „Pünktlich zum internationalen Frauentag“ am 8. März werde durch die Fusion der beiden Häuser das Recht auf eine sichere und wohnortnahe Versorgung „massiv eingeschränkt“.

Wasser auf die Mühlen der Politikverdrossenheit

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Ohnehin werden überall in Deutschland die allermeisten vorgeburtlichen Kindstötungen ambulant in Arztpraxen vorgenommen. So auch in Schleswig-Holstein, weshalb in dem DIAKO-Krankenhaus in Flensburg seit 2021 keine einzige stationäre Abtreibung nach der Beratungsregelung durchgeführt wurde. Und auch bei den ambulanten Abtreibungen standen sich abtreibungswillige Frauen dort bisher nicht die Beine in ihre schwangeren Bäuche. Laut einem Bericht der Stadt Flensburg wurden im Jahr 2024 in ganz Flensburg 250 ambulante Abtreibungen durchgeführt. Davon fanden ganze 32 in Räumlichkeiten des DIAKO-Krankenhauses statt.

Dass Politiker nichts wichtiger zu finden scheinen, als die Bereitstellung wohnortnaher Möglichkeiten für die geräuschlose Beseitigung wehrloser und unschuldiger Menschen, ist das eine. Etwas ganz anderes ist es, den Bürgerinnen und Bürgern dabei auch noch ein X für ein U vormachen zu wollen. Wer so agiert, braucht sich über das geradezu schwindsüchtige Vertrauen der Bürger in die Politik nicht wundern.

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Stefan Rehder Lebensschutz

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