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Kann Israel den Iran in die Knie zwingen?

Die Mullahs sitzen in Teheran keineswegs fest im Sattel, meint der Rektor des Österreichischen Pilgerhospizes in Jerusalem, Markus Stephan Bugnyár, in der „Tagespost“.
Markus Stephan Bugnyár
Foto: Kathbild/Rupprecht | „Eine falsche Bewegung und das Kartenhaus könnte einstürzen" - so sieht Bugnyár die Situation des Teheranischen Regimes.

Sortiert Israel mit seinem Mehrfrontenkrieg gerade den Nahen Osten neu? Das jedenfalls hält der Rektor des Österreichischen Pilgerhospizes in Jerusalem, Markus Stephan Bugnyár, für denkbar. Wörtlich schreibt er in einem Gastbeitrag in der „Tagespost“: „Womöglich lautet die Strategie, sich Schritt für Schritt zuerst der Handlanger Hamas und Hisbollah vor Ort zu entledigen und danach den Iran selbst in die Knie zu zwingen. Viele Analysten sind sich einig: Die Menschen im Iran würden einen Regimewechsel durchaus begrüßen.“

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Das Regime in Teheran sitze keineswegs fest im Sattel, das wüssten die Regierenden in Israel wie auch im Iran selbst. „Eine falsche Bewegung und das Kartenhaus könnte einstürzen, beispielsweise angeregt durch einen Akteur, der nur noch das sprichwörtliche Streichholz in das reichlich vorhandene Öl werfen müsste“, so Bugnyár. Möglicherweise müsse Israel gar keinen großen Krieg anzetteln, „sondern womöglich nur ein Streichholz an der richtigen Stelle deponieren“. In Folge wäre der Westen erleichtert, ebenso aber auch die sunnitischen Länder im Nahen und Mittleren Osten von Ägypten über die Türkei bis nach Saudi-Arabien.

So könnte die israelisch-iranische Eskalation zu einem „Befreiungsschlag der Israelis in konzentrischen Kreisen“ werden, meint Bugnyár: „Zuerst die militärischen Feinde im eigenen Land und vor der Haustür, danach deren Ideen- und Geldgeber im Umfeld.“ Schon deshalb habe der Iran kein Interesse an einer totalen Eskalation. 

Lesen Sie die ausführliche Analyse von Rektor Markus Stephan Bugnyár am Donnerstag in Ihrer „Tagespost“.

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