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Grün, nicht links

Im Kern konservativ: Die vergessenen Wurzeln der Ökologiebewegung.
Auswirkungen der Klimakrise auf die Landwirtschaft
Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild) | Anton Hofreiter von den Grünen spricht mit Landwirten über die Klimakrise.

Melonen-Partei: Außen grün, innen rot. So hat Franz Josef Strauß die Grünen genannt. Feminismus, eine Politik, die gegen die klassische Familie gerichtet ist, für die sogenannte „Ehe für alle“ eintritt, die Geschlechter auflösen will und das Recht auf Abtreibung propagiert, diese Punkte gehören zwar alle zum Programm der grünen Partei, spezifisch grün in dem Sinne, dass sie irgendetwas mit Naturschutz zu tun hätten, sind sie nicht. Aber gilt das Melonen-Bild für die Naturschutzbewegung insgesamt? Kann man nicht grün sein, ohne rot zu werden? Es gibt auch Ideenstränge innerhalb der Ökologie-Bewegung, die nicht links sind. Ja, viele von ihnen sind sogar explizit konservativ.

Grünen-Gründer Gruhl: Kritik an "Fetisch" Wirtschaftswachstum

Ein Beispiel: Herbert Gruhl. Erst Bundestagsabgeordneter der CDU, gehörte er zu den Mitbegründern der Grünen, verließ die Partei aber wieder, nachdem sie von linken Gruppen unterwandert worden war. Er kritisierte, dass das wirtschaftliche Wachstum zum Fetisch der modernen Industriegesellschaft geworden sei. Im Namen dieses Wachstums würde der Planet hemmungslos ausgeplündert. Gruhl resignierte zum Schluss. Auch im christlichen Glauben fand er keinen Trost mehr.

Naturschutz geht auch christlich

Wie lassen sich aber die konservativen Impulse der Naturschutzbewegung mit dem christlichen Menschenbild vereinbaren? „Es gibt auch eine Ökologie des Menschen.“ Das ist der zentrale Satz aus der Rede von Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag im September 2011. Er gibt die Richtung vor.

DT/sesa (jobo)

Tagespost-Politikredakteur Sebastian Sasse hat die Grünen analysiert. Seine differenzierte und kenntnisreiche Darlegung finden Sie als „Thema der Woche“ in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 19. Juni 2019.

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