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Großerzbischof Schewtschuk lobt Mut der Ukrainer

Der Kiewer Großerzbischof lobt, wie mutig das ukrainische Volk sein Land verteidige. Gleichzeitig warnt er vor anhaltendem russischen Raketenbeschuss.
Schewtschuk lobt den Mut der Ukrainer im Kampf gegen den russischen Aggressor:
Foto: Hennadii Minchenko (www.imago-images.de) | Lobt den Mut der Ukrainer im Kampf gegen den russischen Aggressor: der Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk.

Knapp ein Jahr nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat der Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk den Mut der Ukrainer im Kampf gegen den russischen Aggressor gelobt. „Wir sehen, wie mutig unser Volk eigenes Land verteidigt“, erklärte Schewtschuk am Wochenende in seiner täglichen Videobotschaft.

Hälfte des besetzten Gebietes bereits befreit

Die Zahlen, die zeigten, wie die Ukrainer ihr Heimatland seit fast einem Jahr verteidigen, seien „sehr beredt“. Vor der vollständigen Invasion seien elf Prozent des ukrainischen Territoriums von russischen Invasoren besetzt gewesen. Heute seien es 17 Prozent, „und die Hälfte des Landes, das nach dem Beginn des Invasionskrieges besetzt wurde, ist bereits befreit worden“, betonte Schewtschuk, das Oberhaupt der mit Rom unierten ukrainischen Katholiken des byzantinischen Ritus.

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Gleichzeitig warnte Schewtschuk vor dem anhaltenden, massiven Raketenbeschuss seitens der russischen Streitkräfte. Bereits am Freitag habe die russische Armee mindestens zehn Raketen auf die Ukraine abgefeuert, und man könne sehen, „dass dieser Raketenangriff wirklich in vollem Umfang stattfindet und es keinen sicheren Ort in der Ukraine vor dieser Art von verbrecherischen Waffen gibt, mit denen Russland die Ukraine“ bombardiere.

Dennoch betonte Schewtschuk: „Selbst an diesem beunruhigenden Samstag unter russischem Raketenbeschuss möchten wir, dass die Welt uns hört, dass sie den Schmerz der Ukraine hört, ihr Leiden, aber auch ihre Stimme und ihren Glauben, dass wir gewinnen können, dass sie den Traum der Ukraine von Freiheit, Unabhängigkeit und Frieden hört.“  DT/mlu

Lesen Sie weitere Berichte und Reportagen aus der Ukraine in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

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