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Erneut Priester in Nicaragua verhaftet

Die Ortega-Regierung in Nicaragua soll wieder einen katholischen Priester für einen Ausruf zur Unterstützung der Kirche verhaftet haben.
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega
Foto: IMAGO/PRESIDENCIA NICARAGUA (www.imago-images.de) | Dem Regime des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega wird gezieltes Vorgehen gegen einzelne Kirchenvertreter und Kleriker vorgeworfen.

Lokalen Medienberichten zufolge ist in Nicaragua erneut ein katholischer Priester verhaftet worden. Der Inhaftierte soll als Pfarrer Osman Jose Amador Guillen identifiziert worden sein, so die Angaben der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Wie die regierungskritische Zeitung „La Prensa“ berichtet, habe der Priester bei einem Gottesdienst gerufen: „Es lebe die Katholische Kirche, und es lebe Bischöfe Rolando Alvarez.“ Daraufhin soll ihn die Bereitschaftspolizei in der Kathedrale von Esteli festgenommen haben, um ihn in die Hauptstadt Managua zu bringen, so die KNA.

Wiederholt Geistliche gefangen und verurteilt

Einem weiteren Priester soll die Wiedereinreise in das Land verweigert worden sein. Laut dem Portal „100 Noticias“ liege zu dem Fall des Schulrektors Mauricio Valdivia bislang keine Erklärung vor.

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Wiederholt haben die Kirche, Nichtregierungsorganisationen und unabhängige Medien in Nicaragua in den vergangenen Jahren die linksgerichtete Regierung von Präsident Daniel Ortega und Vizepräsidentin Rosario Murillo für ihre Menschenrechtsverletzungen angeprangert. Über diesen Zeitraum seien, so die KNA, fast 4.000 Organisationen, unter ihnen auch der Jesuitenorden, verboten, und auch kirchliche Einrichtungen und Universitäten geschlossen worden.

Ebenso wird dem Regime gezieltes Vorgehen gegen einzelne Kirchenvertreter und Kleriker vorgeworfen. Die KNA gibt an, dass zuletzt sieben Geistliche verhaftet und teils zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Unter ihnen auch der in diesem Fall benannte Bischöfe Rolando Alvarez. Erst kürzlich sollen über 200 politische Gefangene ausgebürgert worden sein, die man anschließend in die USA ausflog. Auch unter ihnen befanden sich katholische Priester. Die Ortega-Regierung weist alle Vorwürfe von sich und sieht sich als Opfer einer politischen Kampagne. DT/jmo

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