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Ermordete Christen in Nigeria: Der Westen nimmt kaum Notiz

Jüngst wurden an einem Tag in Nigeria 52 Christen ermordet, dutzende Menschen schwer verletzt und 143 Häuser zerstört. Im Westen sorgt dies nicht für einen Aufschrei.
Massaker an Christen in Nigeria
Foto: Open Doors (Open Doors Deutschland e.V.) | Bei einem Angriff von Fulani-Viehhirten 2017 wurde das Haus des Dorfältesten Daniel A. zerstört. In letzter Zeit kommt es verstärkt zu Angriffen auf Christen in Nigeria.

Im nigerianischen Bundesstaat Kaduna wurden im Februar mindestens 180 Christen ermordet. Anders als im Falle des Terroranschlags im neuseeländischen Christchurch sogt dies nicht für einen Aufschrei in der westlichen Welt. Der katholische Erzbischof in der Provinzhauptstadt Kaduna, Matthew Man-Oso Ndagoso, spricht von einer Gewaltspirale, die vor 25 bis 30 Jahren begonnen habe. Die Mehrheit der Menschen im Süden Kadunas sind Christen.

Nur die Symptome, nie die Ursachen behandelt

Der Erzbischof kritisiert, dass seit Jahren nur die Symptome, nie aber die Ursachen behandelt würden. „Passiert etwas, dann geht es der Regierung um ein schnelles Löschen. Sogar die internationale Gemeinschaft macht es so. Man bringt Materialien und geht dann wieder, ohne über die Gründe zu sprechen“, das seien Armut, Ungerechtigkeit und Ignoranz. „Ein hungriger Mann wird schnell zum wütenden“, meint der Erzbischof.

Laut der evangelikalen „Christian Post“ (Washington) wurden jüngst an einem Tag 52 Christen ermordet, zudem wurden dutzende Menschen schwer verletzt und 143 Häuser in den Dörfern von Inkirimi, Dogonnoma und Ungwan Gora zerstört. Bereits am Tag zuvor seien im Dorf Ungwan Barde in Kajuru 17 Christen ermordet worden.

Ende Februar 38 Christen ermordert

Ende Februar wurden dem Bericht der Internetzeitung zufolge bei einem Angriff in Maro 38 Christen ermordet und eine Kirche niedergebrannt. Nigeria ist nach Angaben des Hilfswerks „Open Doors“ derzeit auf Platz 12 der Länder, in denen es die schlimmsten Christenverfolgungen weltweit gibt.

DT

Welche Vorwürfe der Gerichtshof der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten gegen die nigerianische Regierung erhebt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 21. März 2019.

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Carl-Heinz Pierk Christenverfolgung Erzbischöfe Open Doors Terroranschläge

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