Dreißig Jahre „Christdemokraten für das Leben“ in Bayern

Wer das Lebensrecht und die Würde aller Menschen nicht anerkennt, lebe in einer ,ethischen Steinzeit, meint die CDL-Landesvorsitzende Christiane Lambrecht beim Festakt zum Jubiläum.
Zwei Schnuller und zwei Babys
Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild) | Die Christdemokraten für das Leben in Bayern feierten ihr 30-jähriges Jubiläm.

Mit zahlreichen Gästen aus Politik und Kirchen feierte der bayerische Landesverband der Christdemokraten für das Leben (CDL) sein 30-jähriges Jubiläum. In der vollbesetzten St. Peterskirche in München dankte der Weihbischof von Augsburg, Florian Wörner, der selbst schon mehrfach beim „Marsch für das Leben“ mitgegangen war, der CDL für ihren mutigen Einsatz für das menschliche Leben. Gerade zu Ostern erkennen wir Christus als den Anführer des Lebens. So könne man Jesus geradezu als den „ersten Lebensschützer“ bezeichnen. Bei der anschließenden Festveranstaltung im Hofbräuhaus, bei der neben zahlreichen CDL-Mitgliedern und Ehrengästen auch Menschen mit Behinderungen und Vertreter aller politischen Ebenen anwesend waren, sagte die Landesvorsitzende Christiane Lambrecht: „Wer das Lebensrecht und die Würde aller Menschen nicht anerkennt, lebt in einer ,ethischen Steinzeit‘! Denn alleine mit dem normalen Menschenverstand kann jeder erkennen, dass man niemandem das Recht zu Leben absprechen kann.“ Unter anderem forderte sie in „drei Geburtstagswünschen an die Politik“ ein Verbot der vorgeburtlichen Selektion, einen Kinderbonus bei Steuern für Familien im Sinne eines neuen Politikstils namens „Family-Mainstreaming“ sowie eine Trendwende in allen ethisch-politischen Fragen des Lebensschutzes „hin zu einer solidarischen humanen Gesellschaft für alle“.

Der frühere Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe überbrachte die Grüße der CDL-Bundesvorsitzenden Mechthild Löhr und des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn. Die Festrede hielt der bayerische Staatsminister der Justiz, Winfried Bausback. Er erörterte die juristischen Hintergründe zum §219a StGB, dem Werbeverbot für Abtreibung und machte damit deutlich, dass Hüppe mit seiner Kritik an Befürwortern der Streichung des Paragraphen, die behaupteten, ein Werbeverbot sei ein Informationsverbot, als „reine Propaganda“, Recht hat. Bausback dankte der CDL Bayern für die wichtige und sachliche Impulsgebung in Gesellschaft und Politik.

Weitere Einzelheiten über den Festakt lesen Sie in der Tagespost vom 12. April 2018.
DT

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